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DarkJokerRulez

ehemals Noctis_Thanatos

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Beruf: Science-Fiction Autor/ erstes Buch : Beyond the Bounds

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Luna-Stein Goldgil-Erz Luna-Stein Donnerschuppe Steinchen

1

Freitag, 8. Juli 2016, 10:30

Was macht DEN Besten Antagonisten aus?

Wie der titel schon sagt, wollte ich mal eure Meinung zum Thema Antagonisten hören,
es existieren Bösewichte in so gut, wie allen Spiele, nehmen wir jetzt als beispiel
Sephiroth. Weshalb glauben, die meisten das er der Beste Antagonist überhaupt ist?
Seine Beweggründe, oder sein Aussehen?

Meiner Meinung nach sollte Aussehen nicht wirklich eine große Rolle sein, denn ich finde
einen Guten Bösewicht macht ihn nicht sein Aussehen, sondern eher seine Taten, seinen
Plan, so wie seine Beweggründe. Und Natürlich seine Boshaftigkeit.

Ich sehe bei Sephiroth, zwar schon paar dieser Eigenschaften, doch mal im Ernst seine
Beweggründe, sind zwar Nachvollziehbar, aber bestimmt nicht die die aus ihn den
Besten Antagonisten machen. Da gab es in Final Fantasy schon Bösewichte, die Grausamer
waren als er. Sephiroth ist meiner Meinung nach nur ein Erwachsener Mann, der Mutterliebe
sucht. Und seine Längst verstorbene Mami, glücklich machen will in dem er auf Gaia für
Schrecken und Unordnung sorgt. Vergleicht einfach andere FF Antagonisten mit ihren Taten,
da bin ich mir sicher, das dabei rauskommt. Das Sephiroth Definitiv nicht der Beste Antagonist
im FF Universum ist. :D

Wie zum beispiel Kefka Palazzo, Kuja oder gar Königin Brane.

Was denkt ihr?
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LLAP

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DarkJokerRulez« (8. Juli 2016, 10:30)


2

Mittwoch, 13. Juli 2016, 18:41

Was einen guten Antagonisten ausmacht, lässt sich schwer beschreiben, weil das immer davon abhängt, wie man einen Antagonisten sehen will. Will man ihn einfach nur voller Inbrunst hassen und verkloppen können, so sind Sephiroth oder Seymor Guado sicher gelungene Antagonisten, wenn man sich aber nicht mit simpler Schwarz-Weiß-Malerei begnügen möchte, sind Kuja, Cifer oder auch Caius wesentlich besser.
Ich persönlich mag tragische Figuren als Antagonisten und bin aus diesem Grund seit jeher ein großer Kuja-Fan. Sephiroth war nie mein Fall. Er ist für mich charakterlich einfach nur ein hysterisches, beleidigtes Kind, das auf großen Macker zu machen versucht (ein Cristiano Ronaldo im Kriegerkostüm, wenn man so will). Da ist mir Kefka noch lieber, weil er einen derart riesengroßen Sprung in der Schüssel hat, dass er fast schon wieder komisch ist - trotz aller Niedertracht.
Die beiden in meinen Augen am besten charakterisierten Antagonisten hab' ich allerdings außerhalb der FF-Reihe gefunden: Kato aus "Shadow Hearts 2" und Duke aus "Tales of Vesperia". Beide hätten unter etwas anderen Umständen auch Teil der jeweiligen Heldentruppe sein können und insbesondere Duke hätte ich viel lieber gesteuert als bekämpft...
"The accusation and the blame
True or false - they seem the same"
(Sami Lopakka) :mahagon/

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Kelesis« (18. Juli 2016, 10:20)


3

Freitag, 6. Oktober 2017, 09:16

Die wichtigsten Kriterien sind wahrscheinlich ähnliche wie beim Protagonisten. Nachvollziehbare Motive und Charakterzüge, mit denen man sich identizifizieren kann. ein gewisses Maß an Originalität. Keine Darstellung durch die er lächerlich wirkt wie zuviel Feigheit, eine gewisse mystische und erhabene Ausstrahlung. Also irgendwas, was ihn besonders und überlegen wirken lässt.

Eine spezifische Vorliebe habe ich ansonsten eher nicht.

Zitat

Will man ihn einfach nur voller Inbrunst hassen und verkloppen können, so sind Sephiroth oder Seymor Guado sicher gelungene Antagonisten, wenn man sich aber nicht mit simpler Schwarz-Weiß-Malerei begnügen möchte, sind Kuja, Cifer oder auch Caius wesentlich besser.


Bzgl Seymour stimme ich zu. Aber Sephi gehört mit zu den tragischsten Figuren von allen. Konnte FFVII leider nie so richtig rüberbringen aber das wird das Remake hoffentlich nachholen. Was an Cifer besonders sein soll müsstest du aber mal erklären. In meinen Augen ist er nichts weiter als ein selbstgefälliger Loser, der nur große Reden schwingen und andere herumschubsen kann. Artemisia ist hier auch der wahre Antagonist. Alles Andere waren nur von ihr kontrollierte Zwischengegner. Bedauerlich, dass man das Potential dieser Figur nie annähernd ausgeschöpft hat.

4

Freitag, 6. Oktober 2017, 09:30

In meinen Augen ist er nichts weiter als ein selbstgefälliger Loser, der nur große Reden schwingen und andere herumschubsen kann. Artemisia ist hier auch der wahre Antagonist. Alles Andere waren nur von ihr kontrollierte Zwischengegner. Bedauerlich, dass man das Potential dieser Figur nie annähernd ausgeschöpft hat.


Finde Cifer ein bisschen wie Draco Malfoy aus "Harry Potter" - frei nach Dumbledores Motto: "Ich kannte einen Jungen vor sehr vielen Jahren, der einen völlig falschen Weg eingeschlagen hat."
So richtig sympathisch ist er mir auch nicht, aber ich tu mich schwer, ihn wirklich zu hassen. Freilich, die wahre Antagonistin ist Artemisia, aber die taucht eben erst sehr spät im Spiel auf und man erfährt nur sehr wenig über sie, ist ein bisschen schade. Andererseits, hätte man Artemisia genauer ausstaffiert, könnten sich heute nicht so viele Spekulationen um diese Figur ranken, was zeigt: Mut zur Lücke an der richtigen Stelle, kann sehr förderlich für das Gesamtprojekt sein.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kelesis« (6. Oktober 2017, 14:20)


Aruka

Maxwell

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5

Freitag, 6. Oktober 2017, 16:07

Mir gefallen immer die Antagonisten am besten die prinzipiell ein lobhaftes Ziel verfolgen, nur mit den komplett falschen Mitteln.
Beispielsweise gefiel mir Artorius in Tales of Berseria ganz gut.
Seine Beweggründe waren recht ehrenhaft, das gefiel mir bei Berseria allgemein ganz gut das man nicht zwischen gut und schlecht unterschieden konnte, zumindest nicht ganz so klar.

Ansonsten gefiel mir auch Duke Pantarei bei Tales of Vesperia ganz gut.
Er hatte halt eigentlich einen guten Grund dafür den Glauben an die Menschheit zu verlieren. Mir gefiel es auch das er an sich schon von Beginn an immer wieder auftaucht, das wurde echt cool inzeniert.

Mithos Yggdrasill aus Tales of Symphonia fand ich auch richtig klasse, vorallem wegen der Freundschaft zwischen ihm und Genis. Auch wen Mithos doch recht egoistisch war wen man sein Ziel bedenkt.^^


Puh dreimal Tales, kein Zufall da mir die Charaktere in Tales Spielen allgemein ziemlich gut gefallen, meistens.^^

Ansonsten finde ich Ouroboros allgemein bei der Trails Reihe ziemlich interessant, aber nicht unbedingt wegen einem einzelnen Charakter.

Prinzipiell gilt die Regel die schon genannt wurde, vorallem nachvollziehbare Motive machen einen Charakter interessanter.
Das einfache "Ich will die Welt zerstören!" ist inzwischen etwas ausgelutscht.
Das ist aber jetzt nur auf Spiele bezogen, bei Serien oder Filmen sind viele andere Aspekte nochmals wichtiger, da kann man dann auch gerne einfach nur komplett durchgeknallt sein wie ich finde :P Ramsay Bolton zum Beispiel war klasse ;)

6

Freitag, 6. Oktober 2017, 17:45

Was mir noch einfällt ist, dass Bösewichte auf jeden Fall nicht x mal wiederkehren sollten. Wenn eine Geschichte zu Ende ist, dann sollte sie halt auch zu Ende sein und nicht wegen ein paar Mark dann wiederbelebt werden. Selbst wenn das Ergebnis für sich genommen zu überzeugen weiß.

Was Sephroth letztlich seinen Status eingebracht hat, dürfte wohl einfach seine Inszenierung gewesen sein. Eine schlichte aber gute Mischung aus desillusioniert, cool, übermächtig und böse. Zumindest für den Mainstream. Und die Tatsache, dass FF7 einfach damals halt alles abgeräumt hat weil es in allen anderen Belangen ebenfalls überzeugen konnte, dürfte seinen Teil dazu beigetragen haben.

Cifer war in der Hinsicht nicht cool, als das er eben eher als ein immerwährender Loser dargrestellt wurde.

Kuja war für viele wahrscheinlich zu androgyn und der Look des Spiels trübt über die Qualität des Spiels hinweg.

Seymour war eigentlich nie das, was man sich als klassischen stereotypen Bösewicht vorstellt. Er wirkt zwar myteriös, war am Ende aber nicht mehr als eine Luftnummer, der es ja nie zur eigentlichen Bedrohung geschafft hat (was ich sehr bedauere).

Die Charaktere aus 12 waren allgemein zu blass und die 13ner Reihe leidet zu sehr unter ihrem schlechten Image. Dabei war Caius endlich mal wieder ein echt gutgelungener Antagonist.

Die FFs davor kamen ja nie so richtig zu uns bzw. viel zu spät.

Mit anderen Worten war FF7 eigentlich das einzige FF dass den Spagat zwischen Tiefe und westlichen Mainstream sehr gut geschafft hat.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »OvO« (7. Oktober 2017, 12:22)


7

Freitag, 6. Oktober 2017, 20:57

Mir gefallen immer die Antagonisten am besten die prinzipiell ein lobhaftes Ziel verfolgen, nur mit den komplett falschen Mitteln.
Beispielsweise gefiel mir Artorius in Tales of Berseria ganz gut.
Seine Beweggründe waren recht ehrenhaft, das gefiel mir bei Berseria allgemein ganz gut das man nicht zwischen gut und schlecht unterschieden konnte, zumindest nicht ganz so klar.
Die Tales Spiele machen das wirklich oft sehr gut mit den Bösewichten

8

Samstag, 7. Oktober 2017, 22:51

Beispielsweise gefiel mir Artorius in Tales of Berseria ganz gut.


Absolut, Artorius ist ein äußerst charismatischer Antagonist, bislang definitiv der Beste in dieser Konsolengeneration - und "Tales of Berseria" ist sowieso bis in die Nebenrollen mit sehr tollen Figuren bestückt. Da können sich viele grafisch aufwendigere Games eine Scheibe von abschneiden.

Um noch mal auf FF zurückzukommen: Selbst ein Ardyn Izunia aus FF 15 ist ein Widersacher, der sich durchaus sehen lassen kann - angsteinflößend und (ungewollt) komisch zugleich. Er ist letztlich sogar mein Lieblingscharakter in dem Spiel. Nur leider wurde bei weitem nicht das komplette Potenzial dieser Figur ausgereizt - aus Gründen, die bereits hinreichend diskutiert wurden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kelesis« (7. Oktober 2017, 22:59)


9

Montag, 9. Oktober 2017, 21:04

Da hat wohl jeder eigene vorlieben. Mir kann zwar auch ein Antagonist gefallen dessen Beweggründe lobhaft sind, aber tatsächlich bevorzuge ich es wenn die Beweggründe es nicht sind. Es ist etwas Schwarz-Weiß, aber ich hab es lieber wenn beim Antagonisten die boshaftigkeit die gutmütigkeit deutlich übersteigt.

Die wichtigsten Faktoren sind allerdings die Inszenierung, also darstellung und taten des Antagonisten, sowie die Ausstrahlung bzw. das Charisma. Eine gewisse Coolnes find ich dabei auch nicht ganz unwichtig.

Meine zwei Favorisierten Antagonisten aus Final Fantasy sind Caius und Ardyn.

CloudAC

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10

Montag, 9. Oktober 2017, 22:29

Selbst ein Ardyn Izunia aus FF 15 ist ein Widersacher, der sich durchaus sehen lassen kann - angsteinflößend und (ungewollt) komisch zugleich. Er ist letztlich sogar mein Lieblingscharakter in dem Spiel. Nur leider wurde bei weitem nicht das komplette Potenzial dieser Figur ausgereizt - aus Gründen, die bereits hinreichend diskutiert wurden.


Jep das stimmt. Abgesehen davon das er noch eine der besten Figuren mit genug Screentime war, war seine ganze Art klasse. Auch das er immer wieder zu den Jungs kam und sagte was er sagte, ohne das es gleich zum Kampf kam. Seine ganze Art war schon klasse. Sonst finde ich so Charaktere wie Sephi noch gut, auch was die Beweggründe betrifft. Bösewichte sollten meiner Meinung nach halt präsent sein in nem Spiel und nicht nur all Schaltjahr mal auftauschen auftauchen. Dazu entweder total geisteskrank oder cool drauf sein für nen Bösewicht. Am besten noch mit einem Plan, der erst gegen Ende des Spieles zeigt was der Böse wirklich vor hat. Halt damit man einen WTF O.O Moment hat.
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11

Dienstag, 10. Oktober 2017, 00:02

Antagonisten spiegeln meistens auch immer wieder den Zeitgeist einer Generation wider. Erst kürzlich ist mir bei Blade Runner wieder aufgefallen, was für ein grandioser Gegenspieler Roy Batty ist, der nicht unbedingt die Welt regieren will, sondern einfach nur mehr Lebenszeit haben möchte und als er erfährt, dass das nicht möglich ist, er seinem Erschaffer in sehr intimer weise die Augen ausdrückt.

Die Tendenz, wenn man sich auch einmal Disney Filme ansieht (Moana zum Beispiel) geht immer weiter dahin, dass es entweder keinen Gegenspieler mehr gibt, dieser am Ende bekehrt wird oder andere seltsame Komplexe hat, die sich an moderne Probleme anpassen (siehe Frozen).

Bei Videospielen ist dieser Trend ganz ähnlich. Ich bin da zum Beispiel bei Tales of anderer Meinung. Die Antagonisten in den meisten Tales of Spielen sind absolute Schnarchnasen. Bei Tales of Graces hat die Thematik rund um "Freundschaft" spätestens gegen ende das Niveau von Kasperletheater angenommen, bei Tales of Xillia ist mir bis heute nicht bewusst, wer von wem was wollte und wieso sich am Ende alle in den Armen lagen. Bei Tales of Zestiria hingegen hat man da aber schon einen großen Schritt nach vorn gemacht und was ich so von Berseria hörte klingt auch nicht verkehrt.

Ich bin aber auch jemand, der Sephiroth relativ langweilig findet. Der langweiligste Antagonist der gesamten Final Fantasy Reihe ist für mich aber jedoch Barthandelus. Ich kann auch den "Hype" (falls man es so nennen kann) von Kefka nicht nachvollziehen. Kefka ist nur Anarchie, was ich auch etwas zu platt finde. Final Fantasy hat für mich aber in jüngerer Vergangenheit Antagonisten nach meinem Geschmack auf die Bildfläche gebracht. Caius in XIII-2 war großartig. Ein melancholischer Bösewicht, der über die Jahrhunderte komplett verrückt geworden ist. Gekrönt hat all das für mich Ardyn in Final Fantasy XV und ohne dessen Performance mir Final Fantasy XV vermutlich weitaus weniger Spaß gemacht hätte. Die Ähnlichkeiten zu Roy Batty aus Blade Runner sind dabei sogar sehr auffallend, wenn ichs mir mal recht überlege. Sie haben beide relativ ähnliche Motivationen, pendeln zwischen Gegenspieler und Antiheld, der am Ende doch noch Gefühle zeigt. Ich mag Gegenspieler, die zwischen Anarchie, Wahnsinn aber auch Bodenständigkeit pendeln.

Anhand von Kaido, der ja die gleiche Wahl traf wie ich, sieht man ja auch, dass diese beiden Charaktere durchaus beliebt sind (zum Beispiel auch bei etlichen, die mit den Spielen an sich nicht viel anfangen konnten). Ardyn selbst wurde im Thread aber jetzt auch nochmal von Kelesis genannt, was mich bestätigt, dass die letzten Final Fantasy Gegenspieler ziemlich gelungen waren.

Ich denke, der klassische Gegenspieler stirbt aus und man wird nur noch solche Zwischendinger erhalten. Undertale hat hier noch einen schönen Spagat hinbekommen. Einen Gegenspieler, den ich noch aus dem Hut zaubern könnte und der vermutlich, weil die Reihe eine Nische ist, keine Erwähnung findet. Das wäre Yuuya Kizami aus Corpse Party. Auch Danganronpa hat einige überzeugende Gegenspieler zu bieten.

Jack Frost

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12

Dienstag, 10. Oktober 2017, 23:10

Du fandest Barthandalus langweilig? Dabei hat er in jeden zweiten Satz das Wort Salvation ausgesprochen. Wenn das nicht kreatives und individuelles Schreiben ist, dann weiß ich auch nicht :D

Im Prinzip denke ich, dass es egal ist wie ein Antagonist drauf ist, sofern es für die Handlung passt. Der Antagonist ist lediglich eine Zutat für das große Gebilde. Der Antagonist kann ein Weltenzerstörer sein, oder ein trauriger Prinz, der versucht seine Männlichkeit mit bloßer Macht und Befehlshaberei zu zeigen. Wenn man es schafft durch die Inszenierung und durch das Writing einen gelungenen Gegenspieler darzustellen, dann hat man im Prinzip alles richtig gemacht, denn im Endeffekt kommt es auf die Beweggründe an und in welcher Relation man zur Hauptgruppe, oder zu den NPC's steht. Unabhängig davon, ob man eventuell selbst der Antagonist ist durch zahlreiche self insert Charakter in Baldurs Gate ähnliches Games, oder durch die eventuelle Lebesphilosophie des Hauptcharakters, was teilweise der Fall ist bei Tales of Xillia 2, wo Jude/jyde erfährt, dass seine Entscheidung im 1. Teil doch nicht das Gelbe vom Ei war und er deswegen eine gewisse Teilschuld besitzt, bezüglich den internationalen Unruhen, wobei das leider nur äußerst dürftig angeschnitten worden ist. Der Antagonist muss auch nicht zwingend böse sein und kann durchaus im Graubereich sein, denn im Endeffekt kommt es auf die Sichtweise an wer der Böse ist und wer der Gute ist. Natürlich sind in manchen Games die Antagonisten sehr eindimensional und dementsprechend gibt es in manchen Games keine Sichtweisen. Ich denke, dass das erste Shin Megami Tensei für die SNES die Sache gut vollzogen hat mit dem Bösewicht, da wirklich alle Routen verschiedene Sichtweisen zeigen und den Antagonisten etwas Tiefe gibt durch die Philosophie und die Moral. Der Endtext macht die Sache noch epochaler, weil es eine gewisse literarische Tiefe wiedergibt. Ich bin selbst kein großer Fan von Final Fantasy Bösewichten, da die schlichtweg nicht genug Screentime bekommen und man kaum sieht, warum sie gewisse Dinge tun, allerdings fand ich die Idee und die Ansätze hinter Ardyn schon gut. SE hätte lediglich mehr Zeit gebrauchen können um ihn besser darzustellen, da war das Potenzial schon vorhanden in meinen Augen. Jetzt subjektiv betrachtet.

13

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 22:51

was mich bestätigt, dass die letzten Final Fantasy Gegenspieler ziemlich gelungen waren.


Würde sogar so weit gehen zu sagen, dass das Beste an den jüngsten FF-Teilen die Antagonisten (z.B.: Caius, Ardyn) und die nicht spielbaren Nebenfiguren (z.B.: Jul, Lumina, Aranea, Gentiana) waren. Wäre super, wenn man sich bei den Protagonisten auch mal wieder so richtig Mühe geben würde - aber das zu erörtern gehört in einen anderen Thread.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kelesis« (11. Oktober 2017, 23:04)


Der Beitrag von »Kaido« (Donnerstag, 12. Oktober 2017, 19:07) wurde vom Autor selbst gelöscht (Freitag, 13. Oktober 2017, 10:31).

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