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Freitag, 28. Juli 2017, 19:10

Im Test! Fallen Legion: Sins of an Empire

Titel Fallen Legion: Sins of an Empire
Nordamerika 18. Juli 2017
YummyYummyTummy
Europa 25. Juli 2017
YummyYummyTummy
System PlayStation 4
Getestet für PlayStation 4
Entwickler YummyYummyTummy
Genres Action
Texte
Nordamerika
Vertonung Nordamerika

Mit dem Namen des Entwicklers YummyYummyTummy assoziiert man womöglich bisher nichts, denn das Unternehmen hat zuvor Apps und Spiele zum Lernen entwickelt. Jedoch darf man sich davon nicht täuschen lassen, denn ihr neuer Action-Rollenspieltitel “Fallen Legion” sieht so aus, als wurde er von Titeln wie Grand Kingdom, Odin Sphere oder Valkyrie Profile inspiriert. Wie grandios Fallen Legion: Sins of an Empire nun genau ist, wollen wir mal genauer betrachten.

Fallen Legion: Sins of an Empire begleitet die Prinzessin Cecille, die sich zu Beginn der Geschichte noch als Generalin des Kaiserreichs Fenumia auf dem Schlachtfeld befindet. Nachdem ihr verkündet wird, dass ihr Vater, der Kaiser Fenumias, verstarb, trifft eine zweite, ebenfalls schlechte Botschaft ein: Legatus Laendur, der zweite General Fenumias, startet eine Rebellion gegen die Kaiserfamilie und spaltet dadurch die Einheit des Volkes. Also reist Cecille mit dem sprechenden Zauberbuch Grimoire, welches sie von ihrem Vater erhielt, durch das Land, um ihren Platz als Kaiserin an sich zu reißen und die Rebellion zu stoppen.

Die Geschichte von Fallen Legion wird in Sins of an Empire aus der Perspektive der Prinzessin erzählt, die PlayStation-Vita-Version “Flames of Rebellion” hingegen behandelt die Sicht des Kampfes von Legatus Laendur. Die Erzählung ist düster und durchaus spannend und die wenigen Charaktere, die im Vordergrund stehen, sind einigermaßen interessant, jedoch hapert es an der Präsentation der Geschichte, um wirklich einen Eindruck zu hinterlassen. Eines muss man Fallen Legion jedoch lassen, denn es versucht Fenumia als eine reiche Spielewelt aufzubauen. In einem Glossar gibt es verschiedene Informationen zu Fraktionen im Kaiserreich, einigen Gottheiten, Geschehnissen in der Vergangenheit Fenumias und weitere Details. Jedoch hat dies auch seine Nachteile, zu denen ich noch kommen werde.

Der Spielverlauf von Fallen Legion setzt euch auf eine Karte Fenumias mit verschiedenen Punkten, die ihr ansteuern könnt. Sollte es sich um ein Schlachtfeld handeln, wählt ihr vor Beginn des Levels bis zu drei “Exemplars” aus. Exemplars sind legendäre Helden, die das Grimoire heraufbeschwört. Im Verlauf des gesamten Spiels werden euch unterschiedliche Kämpfer in Schlachten zur Verfügung stehen, sodass ihr verschiedene Taktiken im Kampf ausnutzen könnt. Jedem der Helden wird eine der drei Tasten Kreis, Kreuz und Viereck zugewiesen und die Kämpfer stehen auch in dieser Reihenfolge auf dem Kampffeld. Zudem verfügt Cecille ebenfalls über Zauber, die mit dem Steuerkreuz und der Dreieckstaste aktiviert werden können. Somit kann sie Exemplars wiederbeleben, heilen und auch selbst Schaden anrichten, wenn die Magieleisten der Sprüche gefüllt sind. In einem Menü kann Cecille mit drei Juwelen ausgerüstet werden, die die Exemplars verstärken können oder auch Cecille andere Zaubersprüche verleihen.

»Jedem der Helden wird eine Taste zugewiesen und die Kämpfer stehen auch in dieser Reihenfolge auf dem Kampffeld.«

Begibt man sich auf das Schlachtfeld, wird die Truppe sich von links nach rechts durch das Level bewegen, bis sie auf einen Gegner trifft. Ein Kampf wird sofort eingeleitet und ihr befehligt mit einem Tastendruck den zugeteilten Helden. Die zugehörigen Tasten werden immer über dem Kopf des Kämpfers dargestellt und darin auch die drei Aktionspunkte, von denen einer pro Angriff verbraucht wird. Diese füllen sich je nach Charakter unterschiedlich schnell wieder auf. Auf der unteren Seite des Bildschirms befindet sich eine Angriffsleiste, die die Gesichter der Kämpfer abbildet, sobald man eine Taste drückt. Sobald der letzte Platz in der Leiste gefüllt ist, aktiviert der Charakter in dem Slot seinen “Deathblow”, einen Spezialangriff, der noch zusätzliche Effekte hat. Somit kann man unter anderem die Verteidigung des Gegners für kurze Zeit brechen oder auch Brennschaden über Zeit mit Feuerangriffen wirken und hat so einen weiteren strategischen Aspekt im Kampfsystem, den man einsetzen kann. Natürlich darf ein defensiver Aspekt nicht fehlen, deshalb kann man mit der L1-Taste im Spiel blocken. Hält man sie gedrückt, blocken alle drei Charaktere und vermindern den Schaden, den sie erhalten, jedoch werden in der Zwischenzeit keine Aktionspunkte regeneriert. Effizienter hingegen ist das “perfekte Blocken”, welches die Verteidigung von gegnerischen Nahkämpfern kurzzeitig bricht und Projektile wieder zurückwirft. Zudem erhält jeder Charakter einen Aktionspunkt, wenn man einen perfekten Block ausführt. Das Blocken und Angreifen erhöht eure Kombo-Leiste, die oben rechts dargestellt wird. Für jeden erfolgreichen Angriff steigt der Schadenszähler und die Angriffe der Kämpfer werden etwas stärker und durch das Blocken von gegnerischen Angriffen kann der Abbruch der Kombo-Leiste verhindert werden.

Ist ein Gefecht vorbei, bewegt sich Cecilles Gruppe weiter über das Schlachtfeld. Nun kann es passieren, dass man von einer Textbox über ein Geschehnis in Fenumia informiert wird, beispielsweise über einen Banditenüberfall eines Dorfes. Darauf werden euch drei Optionen präsentiert, wie Cecille sich entscheiden kann. Für jede Wahl einer Option werdet ihr mit einem Vorteil belohnt, der euch auf dem Kampffeld, auf dem ihr euch befindet, verstärkt. Eure Entscheidungen bringen euch also unmittelbar im Kampf einen Nutzen, jedoch nehmen sie auch Einfluss auf die Beziehung zwischen Cecille und den verschiedenen Fraktionen innerhalb des Kaiserreichs. Damit könnt ihr verschiedene Nebenszenarios und Belohnungen freischalten, je nachdem, welche Entscheidungen ihr trefft oder welche Adeligen und Institutionen ihr mit eurer Auswahl unterstützt. Einen großen Einfluss auf die Erzählung von Fallen Legion nehmen werdet ihr dadurch aber nicht.

»Fallen Legion macht einiges gut, aber es fühlt sich einfach nicht wie eine runde Sache an.«

Hierbei gibt es aber schon ein Problem, welches mit der Welt Fenumia selbst zu tun hat. Denn eure Entscheidungen werden meist für Intrigen und Machtspiele zwischen Adeligen oder zur Unterstützung bei Angriffen auf bestimmte Ortschaften benötigt, von denen ihr zuvor nie gehört habt, und später werden so viele Personen und Orte namentlich erwähnt, dass man sich kaum merken kann, auf wessen Seite man nun eigentlich war. Schlussendlich hat man eher das Gefühl, dass die Entscheidungen eher nach moralischen Werten oder nach dem Vorteil, den man dadurch im Kampf hat, fallen, als dass man diese Wahlmöglichkeit wirklich zur Verbesserung von bestimmten Beziehungen nutzt.

Grafisch braucht sich Fallen Legion nicht zu verstecken, denn es erinnert durchaus an Titel von Vanillaware, hat aber noch genug Eigenheiten, um nicht als Kopie des Stils zu gelten. Die verschiedenen Charaktere und Gegner sind handgezeichnet und gut gestaltet, die Hintergründe auf den Schlachtfeldern auch, jedoch lassen die Hintergründe in Erzählungssequenzen sehr zu wünschen übrig. Cecille führt des Öfteren Monologe, in denen sie bloß vor einem schwarzen Hintergrund steht, aber man hat auch sonst das Gefühl, dass Dialoge meist vor oft identischen Hintergründen geführt werden. Fallen Legion ist schön anzusehen, ist meiner Meinung nach jedoch kein Titel, der an Namen wie Odin Sphere oder Muramasa herankommt.

Man kann bei der Musik und den Sounds von Fallen Legion nicht klagen. Die Musik ist atmosphärisch und passt zu den Umgebungen, in denen man sich befindet, jedoch werden die Hintergrundlieder, die bei Bosskämpfen spielen, meist von anderen normalen Liedern in Kämpfen in Sachen Spannung überschattet. Die Erzählung ist nur minimal vertont, nur Cecille und Legatus sprechen in Fallen Legion, jede weitere Stimme, die man hört, gehört zu Kämpfern und Gegnern auf dem Schlachtfeld. Mancher Charakter hat jedoch eine recht nervige Vertonung, weshalb ich fast dazu geneigt war, diesen nicht im Kampf zu verwenden. Es ist alles von guter Qualität, aber keine Musik, die mir nachträglich noch im Kopf bleibt.

Fallen Legion macht einiges gut, aber es fühlt sich einfach nicht wie eine runde Sache an. Das Kampfsystem versucht Action in das Spiel zu bringen, das tut es auch, aber nur bedingt hervorragend. Die meisten Kämpfe gewinnt man, indem man einfach in die Knöpfe drückt, nur wenige Bossgegner benötigen richtige Taktiken, um voranzukommen. Das perfekte Blocken ist normalerweise eine gute Methode, um Aktionspunkte und eine Überhand im Kampf zu erlangen, jedoch wird es beinahe unmöglich, sinnvoll zu blocken, sobald mehrere Gegner vor einem stehen, da diese dann überlappen oder einfach viel zu schnell angreifen. Es fühlt sich schnell repetitiv an und weil es kein wirkliches Rollenspiel ist, wird man nach den Gefechten nicht mit Erfahrungspunkten entlohnt, sondern Vorteilen, die man dann während den Kämpfen eventuell auswählen kann. Das Spiel trennt Gebiete in Schlachtfelder und friedliche Orte auf, jedoch können auf Schlachtfeldern Personen auftauchen, um mit Cecille zu reden. Dies stört die Glaubhaftigkeit des Spiels, wenn plötzlich Dörfler, Adelige oder ein angeblicher Sohn des Kaisers, der sich laut einer Botschaft eigentlich am anderen Ende Fenumias befindet, erscheinen. Die Entwickler haben definitiv viele Ideen gehabt, die auch durchaus gut sind, jedoch hätte man von diesen weniger, dafür besser umsetzen sollen oder wohl mehr Zeit für den Feinschliff des Spiels benötigt.

Fazit

»Mehr Action als Rollenspiel bringt euch Fallen Legion: Sins of an Empire für eure PlayStation 4. Die Geschichte rund um Prinzessin Cecille, das magische Grimoire und den Kampf um das Kaiserreich Fenumia bringt eine düstere Atmosphäre voller Intrigen. Das Kampfsystem bietet genug Tiefe, um Spaß zu machen, jedoch sind die Kämpfe meist so leicht, dass man auch per Button-Mashing gewinnen kann. Grafik und Musik können sich sehen und hören lassen, jedoch fehlt noch einiges, um das Ganze brillant nennen zu können. Das Spiel versucht viele Ideen einzubringen, die Potenzial haben, aber leider nicht so gut umgesetzt wurden. Eine Empfehlung an Liebhaber von Action-Spielen würde ich trotzdem herausgeben, da man die Mühe und das Herzblut der Entwickler dem Spiel ansieht.«

 

Folgt Prinzessin Cecille auf ihrem Weg durch Intrigen und Schlachten, um das Kaiserreich Fenumia zurückzuerobern. Ungefähr 15 Stunden wird euch die Erzählung begleiten.
Per Knopfdruck befehligt ihr einen von drei Helden im Kampf. Das Kampfsystem bietet Tiefgang, jedoch wird dieser selten benötigt.
Hübsche, handgezeichnete Designs und Grafiken.
Einheitliche Musik, die jedoch in manchen Situationen weniger Spannung bietet als nötig. Manche Soundeffekte und Stimmen sind nicht so gut gewählt. In der Story wurden nur zwei Charaktere vertont.
Zwischen Kämpfen trefft ihr Entscheidungen, die sich auf eure Kämpfer und Beziehungen zu politischen Fraktionen auswirken, jedoch keinen Einfluss auf die Erzählung nehmen.

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Samstag, 29. Juli 2017, 15:22

*Gähn*
Der Grafikstil ist mal wieder typischer Smartphone-Stil. Wer gibt für sowas Geld aus? Spiele mit solcher Optik kriege ich bei Google Play zu Hunderten kostenlos hinterhergeschmissen.

Liebe Entwickler, schafft endlich mal etwas eigenständiges, etwas das wertig und originell aussieht und nicht wie der x-te Klon eines 08/15 F2P Games.

Es hilft da dann nämlich auch nichts, wenn dahinter ein vollwertiges Spiel steckt, niemand gibt 20 Euro für sowas aus. Na ja, vielleicht fallen einige Leute auf das hübsche Cover Artwork im Stil richtiger, großer JRPGs rein.
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