Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: JPGames Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Mittwoch, 26. Juli 2017, 19:40

Im Test! Layton's Mystery Journey

Titel Layton’s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre
Japan 20. Juli 2017
Level-5
Nordamerika 20. Juli 2017
Level-5
Europa 20. Juli 2017
Level-5
System Mobile Geräte (Android und iOS), 3DS
Getestet für iOS, iPhone 6 Plus
Entwickler Level-5
Genres Point-and-Click-Adventure, Puzzle
Texte
Japan Nordamerika 
Vertonung Japan Nordamerika 

Endlich ist er zurück, der berühmte Professor Layton, mit einem neuen Abenteuer voller Rätsel im Gepäck. Na gut, dies stimmt nicht so ganz, denn seine Tochter Katrielle Layton, übernimmt dieses Mal die Vertretung für ihn, aber es sei gesagt, dass sie ihrem Vater in nichts nachsteht. In Layton’s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre löst sie einige kuriose Fälle im guten alten London. Während man in Japan bereits fleißig auf Nintendo 3DS Rätsel lösen darf, beschränkt man sich im Westen erst einmal auf mobile Geräte und bringt die fehlende Version erst im Oktober heraus. Lobenswert ist dennoch, dass der Titel weltweit zeitgleich erschienen ist. Ob sich das Töchterchen auch erfolgreich beweisen kann, erfahrt ihr in unserem Test!

Wie der Vater, so die Tochter

Es ist Zeit ein neues Kapitel aufzuschlagen. Dies denkt sich auch Katrielle Layton, die sich fortan als Detektiv-Neuling durchs Leben schlägt und versucht sich einen Namen zu machen. Ihre kleine Detektei betreibt sie zusammen mit ihrem selbsternannten Assistenten Ernest Drowrig. Kaum ist der Arbeitsplatz eröffnet, stolpert auch schon der erste Klient zur Tür herein – ein sprechender Hund. Das fängt ja schon einmal sehr gut an. Katrielle scheint nicht unbedingt begeistert, aber beschließt dennoch, dem Vierbeiner unter die Pfoten zu greifen, denn das arme Kerlchen leidet unter Gedächtnisschwund und hat keinen blassen Schimmer, wer er überhaupt ist. Zu seinem Pech muss sein Belangen aber warten, denn Katrielle wird kurz darauf ein viel interessanterer Fall angeboten und so wird das Hundchen mehr oder weniger freiwillig Teil des kleinen Detektivteams.

Layton’s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre ist in insgesamt 12 Kapitel aufgeteilt, die jeweils einen eigenen Fall darstellen. Weitgehend wirkt die Handlung recht zusammenhangslos und die meisten der Kapitel dienen eher zum besseren Kennenlernen der wichtigen Charaktere. So sind die einzelnen Fälle von harmloser Natur und viel zu einfach zu durchschauen, was einen schnell daran erinnert, dass man es hier mit einem Titel zu tun hat, der in erster Linie an Kinder gerichtet ist. Für gewöhnlich bringt Professor Layton eine Handlung mit sich, die nach und nach Geheimnisse aufdeckt, mit einem Hang zur Übertreibung und weniger realistischen Elementen. Die Abenteuer seiner Tochter hingegen vermitteln ein etwas anderes Gefühl und es wird erst spät wirklich Spannung aufgebaut. Beim Untertitel des Spiels wundert man sich zudem eine Weile länger, was es denn nun mit der sogenannten Verschwörung der Millionäre auf sich hat, denn hier wird sich Zeit bis zum allerletzten Kapitel gelassen. Es ist auch der Moment, wo endlich der lohnenswerte Twist zum Einsatz kommt. Schade nur, dass man nicht etwas besser darauf hingearbeitet hat.

Es dauert nicht lange, bis man Katrielle und ihre Freunde in sein Herz geschlossen hat, denn die Charaktere haben allesamt ihren eigenen Charme und werden gewohnt liebenswert herübergebracht. Dementsprechend bringt es viel Spaß, mit den Bewohnern von London zu plaudern und herauszufinden, welche Macken sie so an sich haben. Trotz des würdigen Ersatzes vermisst man allerdings doch ein wenig das alte Dream-Team bestehend aus Professor Layton und Luke Triton.

Lady Layton löst jeden Fall!

Natürlich lassen sich Ermittlungen nur schwer vom Büro aus anstellen und so geht die Reise mittels Point-and-Click durch allerhand Londoner Ortschaften. Jeweils ein Abschnitt wird auf dem Bildschirm gezeigt, der sich komplett untersuchen lässt. So lassen sich nicht nur Gespräche mit den Anwohnern führen, sondern auch Hinweismünzen und Rätsel aufdecken. Auf der unteren Seite des Bildschirms wird euch der momentane Standpunkt auf einer Karte angezeigt und es besteht die Möglichkeit sich zu anderen Orten zu bewegen.

Wenn es etwas gibt, was in einem waschechten Layton-Abenteuer nicht fehlen darf, dann sind das natürlich die Rätsel. Die liebe Katrielle ist dabei, genau wie ihr Papa, ganz versessen darauf jedes Rätsel zu lösen, das ihr unter die Nase kommt. Genug zu tun gibt es für Knobelfreunde auf jeden Fall, denn es sind fast 200 Rätsel im Spiel vertreten, die in unterschiedliche Kategorien unterteilt sind. Einige Mehrfachausführungen in leicht abgeänderter Form sind zwar unvermeidbar, aber das trübt den Spielspaß nicht. Manchmal ist es gar nicht so einfach zu erkennen, ob man bei einem Rätsel um die Ecke denken muss oder ob es doch der offensichtliche Weg ist, der gefragt wird. Hier wird man gerne einmal an der Nase herumgeführt. Alles wird anschaulich und ansprechend präsentiert und jede neue Rätselart mitsamt Bedienung ausführlich erklärt. Es ist demnach kinderleicht sich zurechtzufinden. Wer einmal nicht weiter weiß, kann gefundene Hinweismünzen nutzen, um bis zu fünf nützliche Tipps freizuschalten. Zudem besteht die Möglichkeit, ein Feld für Notizen aufzurufen, was sich als recht hilfreich erweisen kann.

Etwas im Weg beim eifrigen Lösen steht allerdings der eigene Finger. Wer nicht gerade ein Smartphone mit großem Bildschirm besitzt oder ein Tablet verwendet, wird häufiger wichtige Dinge verdecken oder es lässt sich nicht gut erkennen, wo man überhaupt etwas zeichnet oder schreibt. Es wird schnell deutlich, dass Layton’s Mystery Journey seinen Ursprung auf Nintendo 3DS hat und auf die Bedienung mit dem Stylus ausgelegt ist.

Neben dem Lösen von Fällen und Rätseln gibt es noch so einige andere nette Spielereien. Darunter fallen drei Minispiele, die allesamt kreativ gestaltet sind. Zudem besteht die Möglichkeit, neue Dekorationen und Mobiliar für die Detektei freizuschalten und Katrielle neu einzukleiden. Die meisten ihrer Kostüme fallen allerdings in den kostenpflichtigen Zusatzinhalte-Bereich.

Lebhaftes London

Genau wie auf Nintendo 3DS ist das Spiel in einen oberen und einen unteren Bildschirm aufgeteilt. So spielen sich Unterhaltungen nur auf dem halben Bildschirm ab. Hierbei werden die gut ausgearbeiteten 3D-Modelle der Charaktere, zusammen mit Sprechblasen oder einem Textfeld, dargestellt und je nach Situation sind andere Posen und Reaktionen erkennbar. Zwischendurch kann man kurze, aber auch so einige längere Anime-Sequenzen bewundern, die eine solide Qualität aufweisen. Es gibt sogar ein animiertes Opening. Um keine störenden Ränder zu haben, ist das Drehen des Smartphones vonnöten, was sich nur oftmals gar nicht erst lohnt.

Besonders viel Arbeit (und Liebe) steckt in den vielen Bildern, die Rätsel anschaulicher gestalten, aber auch die Hintergründe der Orte können sich sehen lassen.

Ebenfalls solide und stimmig präsentiert sich die Hintergrundmusik, deren Klänge einmal mehr stark an Frankreich und England erinnern. Man erkennt sofort, dass es sich hierbei um ein Professor-Layton-Spiel handelt, zumal auch so einige Stücke an ältere Teile der Reihe angelehnt sind.

Gar nicht so selbstverständlich, bei aus Japan stammenden Spielen, ist die Existenz einer deutschen Sprachausgabe und die kann sich in diesem Fall sogar hören lassen. Die einzige negative Anmerkung ist lediglich, dass einige Sprecher etwas zu lange Pausen setzen oder ab und zu etwas zu langsam reden. Hierzu gehört leider auch die Sprecherin von Katrielle. Allerdings sind nur wichtige Szenen und die Zwischensequenzen vertont. Wer die englische Sprachausgabe bevorzugt, bekommt diese nur zu hören, wenn er Layton’s Mystery Journey komplett auf Englisch umstellt.

Ein Spieldurchgang wird ungefähr 13 bis 15 Stunden in Anspruch nehmen. Wer seinen Fokus zusätzlich noch auf versteckte Rätsel und Minispiele legt, kann noch so einige Stunden dazurechnen. Jeder Fall lässt sich jederzeit noch einmal auswählen, um verpasste Dinge nachzuholen. Als netten Bonus könnt ihr zudem täglich neue Extrarätsel herunterladen. Wer eine gewisse Punktzahl dank einwandfreier Bewältigung der vielen Knobelaufgaben erreicht hat, schaltet nach Beendigung der Haupthandlung zusätzliche Inhalte wie Charakterprofile und eine Galerie frei.

»Schön anzusehen ist die deutsche Lokalisierung, bei der man viel Kreativität gezeigt hat. Leider wird diese von Fehlern jeglicher Art heruntergezogen.«

Schön anzusehen ist die deutsche Lokalisierung, bei der man viel Kreativität gezeigt hat. Die Texte wirken alles andere als steif und es kommen Begrifflichkeiten zum Zuge, die sich positiv auf die Charakterzüge der Figuren auswirken. Leider wird alles von Fehlern jeglicher Art heruntergezogen, die zumindest in der erhaltenen Testversion sehr zahlreich vorhanden waren. Hier findet man kleinere Übersetzungsfehler, falsch zugeordnete Sprechblasen, Überbleibsel aus der als Grundlage genommenen englischen Version und oftmals stimmen die Formatierungen nicht. Text, der über oder unter dem Textfeld herausragt oder einfach mittendrin abbricht, um dann die letzten paar Wörter in ein neues Feld zu packen, ist ebenfalls keine Seltenheit. Sind Szenen vertont, so lassen sich fast durchgehend Unterschiede zwischen Text/Untertiteln und Gesagtem feststellen.

Teil der Lokalisierung sind auch Begriffsanpassungen und Namensänderungen, um dadurch Wortwitze zu erzeugen oder diese verständlicher zu machen. Selbst zwischen der englischen und der deutschen Version ist einiges anders, worunter ebenso Änderungen fallen, die unnötig erscheinen. Leider wird in Rätsellösungen gerne einmal nach englischen Begriffen gefragt, was man mit der Begründung ‘schließlich sind wir hier in London’ abfertigt. An sich ist es nicht schlimm, aber es wäre schöner gewesen, es so weit wie möglich anzupassen.

Fazit

»In Layton’s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre tritt die Tochter des berühmten Professor Layton in den Vordergrund und löst zusammen mit ihrem Assistenten und einem sprechenden Hund unterschiedliche, zusammenhanglos wirkende Fälle. Es vermittelt vom Verlauf der Handlung ein etwas anderes Gefühl als vorherige Teile und die Lösungen sind oftmals schon ein wenig zu einfach zu erraten. Gegen Ende geht es mit der Spannung jedoch steil aufwärts, inklusive lohnenswerter Wendung. Das Point-and-Click-Gameplay sowie die vielen verschiedenen Rätsel zeigen sich wie gewohnt, so wird sich jeder Fan hier gleich wie zuhause fühlen. Dazu gesellen sich einige kreative Spielereien und Minispiele, die für einen länger anhaltenden Spielspaß sorgen. Leider spielt sich das Ganze nicht perfekt auf einem Smartphone und man merkt schnell, dass es sich hierbei lediglich um einen Nintendo-3DS-Port handelt. So ist auch hier der Bildschirm zweigeteilt und alles Wichtige spielt sich auf der oberen Bildschirmhälfte ab. Finger verdecken zudem bei kleineren Smartphone-Modellen gerne einmal wichtige Dinge beim Rätsellösen oder behindern das Zeichnen und Schreiben in den Notizen. Auch scheint die deutsche Version in letzter Minute fertig geworden zu sein, da sie trotz gelungener Lokalisierung voller Fehler ist, die sehr störend auffallen. Bleibt nur zu hoffen, dass man hier bald einen Patch nachreicht und sich besser um die Nintendo-3DS-Version kümmern wird.

Insgesamt kommt Layton’s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre zwar vom Handlungsaufbau und der Spannung her nicht an vorherige Teile heran, aber bietet sehr liebenswerte Charaktere und haufenweise gelungene Rätsel sowie andere Spielereien. Dementsprechend ist es ein guter Zeitvertreib für unterwegs, der sogar zu einem annehmbaren Preis angeboten wird. Wer mit den Problemen und Fehlern der mobilen Version nicht leben kann, sollte lieber auf die Nintendo-3DS-Version warten, die im Oktober hierzulande erscheinen wird. Auch wer Professor Layton nicht kennt, kann problemlos einsteigen, denn es sind keinerlei Vorkenntnisse vonnöten.«

 

Verschiedene Detektivfälle, die in insgesamt 12 Kapiteln erzählt werden und eher zusammenhangslos wirken, Spannungsaufbau und lohnenswerter Twist passieren recht spät.
Point-and-Click-Gameplay und Rätsel lösen mithilfe des Touchscreens.
Verwendung von 3D-Charakter-Modellen in Gesprächen, animierte Zwischensequenzen, schön gestaltete Hintergründe und anschauliche Grafiken während der Rätsel.
Stimmiger und gewohnt guter Soundtrack, dessen Klänge sehr an Frankreich und England erinnern, weitgehend gelungene deutsche Sprachausgabe.
Verschiedene Bonusinhalte und Minispiele, gelungene deutsche Texte, allerdings mit haufenweise Fehlern, sechs verschiedene Sprachen zur Auswahl (darunter Deutsch und Englisch), kostenpflichtige, herunterladbare Kostüme, ansprechender Preis.

Ganze News lesen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Brandybuck« (26. Juli 2017, 23:23)


Unterstützung

für JPGames


Thema bewerten
.