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Dienstag, 9. Mai 2017, 20:10

Im Test! Puyo Puyo Tetris

Titel Puyo Puyo Tetris
Japan 03. März 2017
SEGA
Nordamerika 25. April 2017
SEGA
Europa 28. April 2017
SEGA
System Switch, PS4
Getestet für Nintendo Switch
Entwickler Sonic Team
Genres Arcade, Puzzle
Texte
Nordamerika
Vertonung Nordamerika

Bislang dachte ich immer, 42 wäre die Lösung sämtlicher Probleme und die Antwort auf alles. Doch anscheinend habe ich mich in dieser Beziehung geirrt. Puyo Puyo Tetris hat mich gelehrt, dass ich meine Konflikte dieser Welt auch anders lösen kann. Wie das Spiel dies geschafft hat, verrate ich euch im folgenden Test.

1 + 1 = 2

Erst einmal folgendes zum Grundverständnis: Bei Tetris handelt es sich um ein Spiel, bei dem sieben unterschiedliche Blockformen, welche vom oberen Bildschirmrand fallen, „zusammengebaut“ werden müssen. Schafft man es, eine Linie auszufüllen, löst sich diese auf und man erhält Punkte und schickt seinem Gegner graue Blöcke, die aus dem Boden kommen. Westliche Videospieler sollten das Prinzip eigentlich kennen, da das Spiel bereits in mehreren Versionen seit 1984 erschienen ist. Was westliche Spieler hingegen weniger kennen oder zumindest nur vom Hörensagen, ist Puyo Puyo. Puyos sind kleine, runde Wesen, welche man zum Platzen bringen kann. Um dies zu bewerkstelligen, braucht man vier (oder mehr) gleichfarbige Puyos.

Das Konzept hinter Puyo Puyo mag zwar sehr einfach klingen, ist jedoch für unerfahrene Spieler zu Beginn ungewohnt. Vier gleichfarbige Puyos aneinander zu klatschen ist dabei nicht die große Herausforderung, sondern dies gegen den Computer oder einen anderen Spieler auf Zeit. Um gegen seinen Gegner standzuhalten, muss man natürlich mehrere Kombinationen auf einmal schaffen. Dafür benötigt man einen guten, vorausschauenden Blick, um mögliche Kettenreaktionen zu sehen. Dieser ist mir anfangs noch verwehrt geblieben, weil ich das Konzept noch nicht wirklich verinnerlicht hatte. Diese Situation sorgte für viel Frust. Mit ein wenig Übung verschwand dieser aber.

Die Qual der Wahl!

Zum Glück bietet Puyo Puyo Tetris genug Möglichkeiten, um seine eigenen Fähigkeiten zu verbessern. In kleinen Tutorials werden euch die unterschiedlichen Begrifflichkeiten und Manöver von beiden Spielvarianten sowie deren Kombinationskampf nähergebracht. Wer sich anschließend für gut genug hält, kann sich in zahlreichen Modi im Singleplayer, im lokalen und Online-Multiplayer sowie im Adventure-Modus austoben. Genug unterschiedliche Varianten bietet das Spiel zumindest:

  1. Versus
    Der klassische Versus-Modus darf in einem Spiel wie Puyo Puyo Tetris natürlich nicht fehlen. Ihr habt die Auswahl zwischen 24 Charakteren, welche vorher im Adventure-Modus freigespielt werden wollen, und ob ihr lieber Puyo Puyo oder Tetris spielen möchtet. Gleiches gilt natürlich auch für euren Kontrahenten. So ergeben sich folgende Match-Möglichkeiten: PvP, PvT, TvP und TvT. Bei diesem Modus kann man nicht viel falsch machen und daher machen kleinere Runden immer wieder Spaß. Für längere Zeit ist der Modus nicht unbedingt was, außer man verändert hin und wieder die Regeln nach seinen Wünschen.
  2. Fusion
    Hierbei handelt es sich um die erste Variante, in der beide Spiele gleichzeitig aufeinander treffen. Von oben fallen kleinere Puyos als gewöhnlich herunter sowie ab und zu Tetrisblöcke. Wenn man Reihen löst oder Puyos zum Platzen bringt, beschert man seinem Gegner Schwierigkeiten in Form von grauen Puyoblasen. Diese müssen entweder durch umliegende Puyos zum Platzen gebracht werden oder durch herunterfallende Blöcke. Da die Blöcke schwerer als Puyos sind, fallen sie durch diese hindurch und landen immer auf dem Boden. Die Puyos werden anschließend auf die Blöcke geschoben oder graue Puyos zerplatzen. Dieser Modus ist eine gute Alternative und macht viel Spaß.
  3. Swap
    In diesem Modus treffen beide Spielvarianten ebenfalls aufeinander, aber nicht gleichzeitig. Zu Beginn einer Runde entscheidet der Zufall, welcher Modus anfängt. Anschließend ist es ein klassisches Versus, bei dem ungefähr alle 30 Sekunden zwischen Puyo Puyo und Tetris gewechselt wird. Wer gerne beide Spiele auf einmal trainieren möchte, ist hier an der richtigen Stelle. Teilweise reicht es einfach nicht aus, wenn man nur eines der beiden Spiele perfekt beherrscht, da das andere Spiel alles zunichte machen kann.
  4. Party
    Beim Party-Modus wird der klassische Modus durch einige Items im Spiel erweitert. Diese sorgen dafür, dass ihr euch besser vor gegnerischen Angriffen schützen könnt, die Puyos/Blöcke beim Gegner schneller fallen oder nicht rotiert werden können und vieles mehr. Besonders im lokalen Multiplayer kann dieser Modus überzeugen.
  5. Big Bang
    Im Big-Bang-Modus erwarten euch vorgefertigte Tetris- oder Puyo-Reihen. Diese müsst ihr mit so wenigen Versuchen wie möglich lösen unter einer bestimmten Zeitvorgabe. Wenn die Zeit einer Runde abgelaufen ist, beschießen sich beide Parteien mit grauen Blöcken auf eine Lebenspunkteanzeige. Wer am Ende keine Lebenspunkte mehr hat, verliert.
  6. Challenge
    Hier erwarten euch jeweils drei weitere Modi zu Puyo Puyo und Tetris. Diese zielen meistens darauf ab, eine bestimmte Anzahl von Reihen auf Zeit zu lösen. Highscore-Jäger sind bei diesem Modus an der richtigen Stelle.

Bis auf den Challenge-Modus könnt ihr alle Modi mit bis zu vier weiteren Spielern im lokalen Multiplayer spielen. Auf der Nintendo Switch funktioniert dies natürlich nicht nur auf einem großen Fernseher, sondern auch im Tisch-Modus. Wem es nicht ausreicht, der Beste in seinem Freundeskreis zu sein, kann sein Können im Online-Modus unter Beweis stellen. Das einzige Problem dabei ist das Matchmaking, welches einfach nur furchtbar ist. Selbst wenn man als Anfänger eingestuft ist, bekommt man Gegner vorgesetzt, welche viel höher geranked sind. So macht es wirklich keinen Spaß und die Motivation lässt schnell nach. Zum Glück kann man ebenfalls eigene Räume erstellen mit eigenen Regeln und einem Zugangscode für Freunde.

»Der Adventure-Modus fällt erstaunlich gut aus für ein Spiel, welches eher auf einen Arcade-Multiplayer gemünzt ist.«

Kommen wir nun zu meinem absoluten Highlight, dem Adventure-Modus. Dieser fällt erstaunlich gut aus für ein Spiel, welches eher auf einen Arcade-Multiplayer gemünzt ist. Protagonistin ist Ringo, welche passend zu ihrem Namen immer einen Apfel bei sich trägt. Sie lebt in einer Dimension, in der es nur Puyos gibt. Eines schönen Tages kommt es zur Kollision mit der Tetris-Dimension. Dort trifft sie auf Tee und seine Raumschiff-Crew. Nach anfänglichen Schwierigkeiten schließen sich die beiden zusammen und versuchen, das Problem der zusammentreffenden Dimensionen zu lösen.

In diesem Modus hangelt ihr euch von Mission zu Mission und spielt einen der oben genannten Modi. Solltet ihr an einer Stelle nicht weiterkommen und dreimal hintereinander verlieren, könnt ihr eine Mission überspringen. Vor und nach dem eigentlichen Spielen gibt es immer kleine Textpassagen, in denen sich die Personen unterhalten. Die Texte sind nur auf Englisch verfügbar, jedoch gibt es eine vollständige Synchronisation. Die Gespräche, welche dort entstehen, können durchaus lustig sein und haben mich des Öfteren zum Schmunzeln gebracht. Es ist gute Situationskomik vorhanden.

puyo-puyo-tetrisUm jetzt den Bogen zu meiner Anfangsaussage zu schlagen: Alle Probleme, auf die Ringo und ihre Kameraden treffen, lösen sie mit einem Tetris- oder Puyo-Puyo-Battle. Seien es Streitigkeiten, die sich untereinander bilden, oder das Reparieren eines Raumschiffes. Das lehrt uns: Falls ihr einmal Probleme/Streitigkeiten mit anderen Personen habt, fordert euren Gegenüber zu einem Puyo-Puyo- Tetris-Battle heraus und eure Probleme sind gelöst.

Fazit

»Puyo Puyo Tetris macht auf der Nintendo Switch wirklich eine gute Figur. Das Spiel bietet zahlreiche Modi, um seine Tetris- oder Puyo-Puyo-Leidenschaft auszuleben. Am gewohnt guten Konzept muss man eben nicht viel ändern. Es ist einfach zu erlernen, aber schwierig zu meistern. Darüber hinaus bietet es eine erstaunlich lustige Geschichte, die selbst abseits des Multiplayer für mehrere Stunden Spaß bereitet. Dabei macht das Spiel ebenfalls technisch eine gute Figur und läuft fehlerfrei. Einzig das Matchmaking im Online-Modus ist ziemlich missglückt und demotiviert. Duelle unter Freunden machen mehr Spaß. Man sollte sich aber die Frage stellen, ob man für „nur“ Tetris und Puyo Puyo so viel Geld (40 Euro) ausgeben möchte. Für Leute, die einfach gelegentlich eine Runde Tetris oder Puyo Puyo spielen möchten ohne Multiplayer, reicht auch die Demo.«

Story: Für ein auf Arcade-Multiplayer ausgelegtes Spiel erstaunlich lustig, man hangelt sich von Mission von Mission.

Gameplay: Klassisches Tetris und Puyo Puyo: Einfach zu erlernen, aber schwierig zu meistern.

Grafik: Solide 2D-Grafik, die sich auf das Nötigste beschränkt, schön bunt und farbenfroh.

Sound: Ebenfalls klassische Tetrismelodien, die etwas modernisiert wurden.

Sonstiges: Online-Modus, Achievements zum Freischalten, Replay-Funktion für aufgezeichnete Matches.

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Brandybuck« (9. Mai 2017, 20:48)


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