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Balmung

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31

Mittwoch, 3. Mai 2017, 21:22

Auch kleine Indies haben von irgendwo her Geld für ihre Entwicklungskosten und somit auch irgendwelche Finanzgeber. Von daher ist das kein Argument, nur weil hier von höheren Summen die Rede ist.

Independent heißt immer unabhängig von den großen Firmen und ihren Geldern, was quasi bedeutet Niemand der reinredet wie etwas zu sein hat, man 100%ig die Kontrolle selbst darüber wie man sein Produkt umsetzt. Siehe Film und Musik Branche. Warum das plötzlich bei Games anders sein soll, dafür hab ich noch kein auch nur halbwegs gutes Argument bisher gehört. Der einzige Grund wieso es nicht dort auch so gesehen wird ist schlicht der, dass man zu lange den Begriff zu lose Missbraucht hat.

32

Mittwoch, 3. Mai 2017, 21:32

Was ist denn für dich eine "große" Firma? Spiele von kleinen Firmen sind Indie? Ist ein Spiel Indie, wenn es einen großen Geldgeber gibt, der sich aber kein bisschen einmischt?

Balmung

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33

Donnerstag, 4. Mai 2017, 06:10

Mit "große Firmen" sind die großen Studios in der Film Industrie (Disney, Warner, Sony Pictures etc.), die großen Labels in der Musik Industrie und eben die Publisher in der Gaming Industrie gemeint.

Die No Mans Sky Entwickler haben auch Geld von Sony gekriegt, Sony hat sich aber nicht in die Entwicklung eingemischt und NMS gilt als Indie Titel. Wobei das zugegebener Massen ein etwas speziellerer Fall war, das Geld gab es von Sony nach dem Wasserschaden bei den Entwicklern zum Retten des Projekts.

34

Donnerstag, 4. Mai 2017, 13:26

Du bezeichnest Indie, als Abwesenheiot großer Publisher. Dabei vergisst du, dass Entwicklungskosten auch bei denen u.U. von Kapitalgebern finanziert werden. So etwas ist auch bei Star Citizen der Fall.

Wirklich Indie gibt es quasi nicht, denn das setzt wirkliche Unabhängigkeit voraus und die ist in dem Augenblick nicht mehr gegeben, wo es einen externen Geldgeber gibt. Und dazu gehören nicht nur traditionelle Publisher sondern auch Banken, Investment-Firmen usw. die Ergebnisse erwarten und Vorderungen stellen können.
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Balmung

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35

Samstag, 6. Mai 2017, 20:42

Du bezeichnest Indie, als Abwesenheiot großer Publisher. Dabei vergisst du, dass Entwicklungskosten auch bei denen u.U. von Kapitalgebern finanziert werden. So etwas ist auch bei Star Citizen der Fall.

Nein, ist es nicht. Das Kapital von Star Citizen kommt zu 100% von den Spielern. Kapitalgeber kann auch eine Bank sein und ich bezweifle sehr, dass sich eine Bank in die Entwicklung einmischt.

Zitat

Wirklich Indie gibt es quasi nicht, denn das setzt wirkliche Unabhängigkeit voraus und die ist in dem Augenblick nicht mehr gegeben, wo es einen externen Geldgeber gibt. Und dazu gehören nicht nur traditionelle Publisher sondern auch Banken, Investment-Firmen usw. die Ergebnisse erwarten und Vorderungen stellen können.

Hier geht es aber nur um die Einmischung durch Dritte und da ist zwischen Publishern und anderen Geld Gebern ein riesen Unterschied. Wenn ein Publisher Geld gibt und sich nicht nur um den Vertrieb kümmert, dann will dieser auch Mitspracherechte bei der Entwicklung, mal mehr mal weniger stark. Dafür bekommt ein Entwickler dann aber auch meist mehr Geld von einem Publisher als von einer anderen Geldquelle. Andere Geldgeber wollen lediglich ihr Geld + Zinsen/Gewinn wieder, die reden den Entwicklern aber nicht in ihre Spiele rein und darum ist ein solche Entwickler immer noch unabhängig.

Womit wir wieder da wären wo ich vorher schon war: es geht bei Intependent nicht um Geld, sondern viel eher darum was der Geldgeber an Forderungen stellt und hier speziell bei dem Begriff Indepentent, ob er ein Mitspracherecht bei der Entwicklung einfordert.

36

Sonntag, 7. Mai 2017, 18:07

Womit wir wieder da wären wo ich vorher schon war: es geht bei Intependent nicht um Geld, sondern viel eher darum was der Geldgeber an Forderungen stellt und hier speziell bei dem Begriff Indepentent, ob er ein Mitspracherecht bei der Entwicklung einfordert.
Das macht das ganze aber noch problematischer und weniger durchsichtig, weil keiner von uns wirklich weiß - wieviel bspw Ubisoft bei gewissen Titel wirklich fordert usw.

Balmung

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37

Montag, 8. Mai 2017, 13:21

Das stimmt natürlich, aber bei den Ubisoft eigenen Studios kannst du sicher sein, dass da sehr viel bei der Entwicklung mit rein geredet wird, vor allem hinsichtlich Zielgruppe usw., damit sich das Spiel am Ende auch ja oft genug verkauft und möglichst viel Gewinn einbringt.

Ein Indie Studio entwickelt aber primär das Spiel so wie er es für das Spiel richtig hält und nicht nach Gesichtspunkten wie max. Gewinn, sehr hohe Verkaufszahlen usw., das spielt dort eine untergeordnete Rolle.

Das fängt schon beim Grafikstil an. Ein Publisher besteht da eher auf einen möglichst allgemein tauglichen, bei einem Indie Studio hingegen findet man deutlich mehr unterschiedliche Grafikstile, wo es auch öfters mal von Spieler Seite heißt "der Stil spricht mich überhaupt nicht an". Darum wirken Indie Titel oft auch grafisch künstlerischer als die üblichen AAA Produktionen der großen Publisher, die oftmals eher durch besonders schöne realistische Grafik, aber weniger durch künstlerisch wertvolle Grafik, auffallen, weil es weniger Spieler ausschließt und somit höhere Verkaufszahlen verspricht.

Indies geht es eben mehr um ihre Spiele selbst, während Publisher es nur ums Geld geht und entsprechend aus der Sicht "wie kann ich mehr Geld verdienen" in die Spiele Entwicklung rein reden um das finanzielle Risiko so gering wie möglich zu machen.

Das Publisher nur vertreiben, also sich nur um die Vermarktung kümmern, nicht aber um die Finanzierung eines Spiels, das ist halt eher ein Randgeschäft für diese, aber das gibt es natürlich durchaus und normal geht es dabei immer um Indie Titel. Heißt es also lediglich "Vertrieb Ubisoft", dann geht es dabei eigentlich immer um ein Indie Titel.

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