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Montag, 17. April 2017, 16:38

Angeschaut! Death Parade Vol. 1 und Vol. 2

Jahr 2017
Animation Madhouse
Publisher Universum Anime
Release 10.03.2017 (Vol.1)
13.04.2017 (Vol.2)
Genres Drama, Mystery, Fantasy
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Den Ursprung von Death Parade bildet eine Kurzepisode namens Death Billards. Diese Episode wurde von Madhouse als Teil des Young Animator Training Projects Anime Mira 2013 produziert und stammt von Yuzuru Tachikawa. Die Kurzepisode wurde am 2. März 2013 in Japan veröffentlicht.

Basierend auf dieser Kurzepisode wurde schließlich die zwölfteilige Anime-Serie Death Parade produziert und in Japan ging die erste Folge am 9. Januar 2015 an den Start. In Deutschland wird der Anime von Universum Anime vertrieben. Wir haben uns die ersten beiden Volumes für euch angeschaut.

Willkommen im Quindecim!

Das Quindecim ist alles andere als eine gewöhnliche Bar. Denn die Gäste dieser Bar, teilen das gleiche Schicksal: Sie sind bereits tot!

The-Heroic-Legend-of-Arslan-Warriors_2015_05-15-15_010-620x250Zu Anfang sind die Besucher noch ahnungslos. Mittels eines Aufzuges werden immer zwei menschliche Besucher in die Bar gebracht und dort treffen sie als erstes auf den mysteriösen Barkeeper Decim. Decim sticht besonders durch seine weißen Haare und seine emotionslose Mimik hervor. Er ist immer sehr sachlich und stellt seinen Besuchern, zur Sicherheit, zuerst die Frage, ob sie sich daran erinnern, wie sie in der Bar gelandet sind. Die meisten können sich aber an nichts von vor dem Aufzug erinnern. Im Folgenden erklärt Decim die Situation:

„1. Ich kann Ihnen im Moment nicht beantworten, wo Sie sich hier befinden.“
„2. Sie beide werden nun ein Spiel miteinander spielen.“
„3. Welches Spiel genau, werden wir mit unserem Roulette entscheiden.“
„4. Der Spieleinsatz wird in jedem Fall Ihr Leben sein.“
„5. Sie können die Bar erst wieder verlassen, wenn Sie das Spiel zu Ende gebracht haben.“

Und so beginnt das sogenannte „Death Game“, ein Spiel um Leben und Tod. Oder vielleicht doch nicht? Defacto sind die Besucher bereits tot, das heißt das Spiel entscheidet, ob der Besucher in den Himmel oder in die Hölle kommt. In der ersten Volume geht es vielmehr um die Grundlagen des Spiels und so begleiten wir, wie die ersten Besucher Takashi und Machiko gegeneinander antreten. Unter einem Death Game verbergen sich klassische Spiele wie Billard, Dart oder Bowling. Hier sind wirklich keine Grenzen gesetzt und man ist stets auf das nächste Spiel gespannt. Jedoch haben die Spiele immer eine Besonderheit. So repräsentieren die Kugeln von einem Billardspiel die verschiedenen Organe, wie Herz, Niere, Lunge oder Auge. Was dies bedeutet, kann man sich vielleicht schon zusammenreimen. Ich möchte an dieser Stelle aber nicht zu viel vorwegnehmen.

death-parade-episode-8-18Es wird schon relativ früh klar, dass Decim nicht nur als Barkeeper fungiert und Getränke serviert, sondern auch noch die Rolle des Schiedsrichters innehat. Als Schiedsrichter hat er die Pflicht, über die Spielenden zu Urteilen. Für das Urteil ist nicht zwingend entscheidend, wer das Spiel gewinnt, sondern wie die Menschen sich währenddessen verhalten. Hierfür werden die Besucher an ihr Äußerstes gebracht, damit ihre wahre Natur zum Vorschein kommt. Sein Urteil ist entscheidend über den Verbleib der menschlichen Seele, hierbei handelt es sich genau um die Wiedergeburt oder die Seele verschwindet für immer im Nirvana. Bei den Gästen und Spielern des Death Games handelt es sich in der Regel um Charaktere, die nur einen einmaligen Auftritt haben. Eine weitere zentrale Figur spielt die junge Frau Chiyuki. Sie kann sich ebenfalls an nichts erinnern. Kurzerhand wird Sie zu Decims Assistentin ernannt und soll ihn künftig bei seinen Urteilen unterstützen. War sie ein Mensch? Hat Sie bereits am Death Game teilgenommen? Warum konnte über sie dann kein Urteil gefällt werden? Man kann nur darüber mutmaßen, dass dieses Geheimnis erst gegen Ende der Serie gelüftet wird.

In der zweiten Volume erfährt man etwas mehr über die Zwischenwelt, das Qindecim und dessen Bewohner. Die Serie spielt größtenteils in einer Zwischenwelt. Einige Details aus der realen Welt bekommt man nur in Form von Erinnerungen der Besucher zu sehen. Die Zwischenwelt, eine Welt zwischen Leben und Tod, gestaltet sich als eine Art Gebäudekomplex mit mehreren Stockwerken. Das Quindecim befindet sich auf Ebene 15. Mit und mit werden weitere Bereiche der Zwischenwelt enthüllt. Es gibt insgesamt 90 Stockwerke. Die Bewohner beziehungsweise Schiedsrichter der Zwischenwelt sind keine Menschen. Ihr Ursprung ist unbekannt und wurde noch nicht aufgeklärt. Neben dem Protagonisten Decim gibt es noch weitere Einwohner der Zwischenwelt. Da hätten wir Nona, die eine Art Managerin der Zwischenwelt darstellt. Ihr Äußeres hat ein eher kindliches Erscheinungsbild. Dann gibt es noch Clavis, der für die Bedienung des Aufzugs zuständig ist und seine Gäste in die entsprechende Etage begleitet. Es gibt auch noch andere Schiedsrichter, wie den temperamentvollen Ginti, der eine eigene Bar namens „Viginti“ in der 20. Etage der Zwischenwelt betreibt.

Das Opening-Theme „Flyers“ stammt von der japanischen Indie-Rockband Bradio und das Ending-Theme „Last Theater“ lieferte die Band NoisyCell.

Die deutsche Veröffentlichung

Synchronstudio Neue Tonfilm München
Dialogregie Eva Schaaf
Decim Benjamin Völz
Chiyuki Katharina Schwarzmaier
Nona Farina Brock

Die deutsche Vertonung klingt wirklich sehr gut. Ein großes Lob verdient auf jeden Fall Benjamin Völz als Sprecher von Decim. Völz hat in der Vergangenheit im Anime-Klassiker Armitage, dem Charakter Ross Sylibus seine Stimme verliehen. Bekannt geworden ist er aber sicherlich als Sprecher von Keanu Reeves oder Charlie Sheen. Die anderen Synchronsprecher machen ebenfalls einen guten Job. Chiyuki wird von Katharina Schwarzmaier, Nona von Farina Brock, Clavis von Benedikt Gutjan und Ginti von Stefan Günther gesprochen.

death_parade_vol1Vol. 1 erschien hierzulande bereits am 10. März 2017, Vol. 2 erschien am 13. April 2017 und Vol. 3 ist für den 12. Mai 2017 geplant. Alle Discs beinhalten vier Episoden, Preview-Trailer und Trailer zu anderen Animes des Verlages. Die erste Volume enthält als Bonusmaterial noch die Kurzepisode Death Billiards, welche aber nur in der japanischen Originalvertonung verfügbar ist. Die japanische Originalvertonung der Hauptepisoden ist, wie gewohnt, ebenfalls enthalten. Preislich gesehen befinden sich die Volumes mit circa 30 Euro im guten Durchschnitt.

Für den Test Stand uns lediglich die reine Bluray-Disc zur Verfügung. Der Anime wird aber in einer Standard-Amaray-Hülle ausgeliefert. Vol. 2 enthält, laut Angaben, noch ein Booklet. Die dritte Volume wird es als Limited Edition mit Sammelschuber geben.

Fazit

»Wenngleich der Anime es nicht in meine persönlichen Top 10 schafft, ist er dennoch interessant anzusehen. Für Anime-Kenner ist die Grundidee vielleicht nichts Neues. Ich musste anfangs irgendwie an Gantz denken. An der deutschen Synchronisation gibt es nichts auszusetzen. Es werden auch einige philosophische Fragen aufgeworfen, die zum Nachdenken anregen. Was für einen Sinn macht die Wiedergeburt, wenn man sowieso keinerlei Erinnerung an das vorherige Leben hat? Ist die Seele von Geburt an „schlecht“ oder „gut“? Haben die Umstände in denen man aufwächst nicht Einfluss auf den Verlauf des weiteren Lebens? Demzufolge könnte man grundsätzlich nur verlieren, aber dies ist sicherlich Ansichtssache und lässt großen Spielraum für Interpretationen. Es bleibt aber durchaus spannend und der Anime bekommt von mir auf jeden Fall eine Kaufempfehlung.«

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Montag, 17. April 2017, 19:16

Kleine Ergänzung meinerseits zu Death Billiards bevor wild gemutmaßt wird:
Die OVA konnte nur OmU veröffentlicht werden, da aus welchen Gründen auch immer anscheinend in Japan keine seperate Soundeffekt/BGM Spur vorliegt, die unverzichtbar für eine Synchronisation ist. Sprich es hat technischen Hintergrund.


Ich selbst besitze auch Volume 1 und 2, habe sie aber noch nicht angeschaut, da ich auf Volume 3 warte und dann alles in einem Rutsch anschauen werde.
Ich kenne die Serie aber und kann sie ebenfalls nur empfehlen.

In Bezug auf das Opening, welches nen ziemlicher fröhlicher catchy Song ist, führt das meiner Meinung nach ziemlich in die Irre, was so das allgemeine Feeling der Serie ist.
Eigentlich ist die Serie eher düster und ernst, wenn auch mit bissl Comedy dazwischen. Da finde ich das Ending deutlich passender und außerdem sagt mir das Ending auch von der visuellen Präsentation deutlich mehr zu, denn man hat diesen schönen Filmeffekt drin (dieses leicht grisselige bzw Staubkorn/-fäden ähnliche und langsamere fps, das einem das Film Feeling gibt)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lulu« (17. April 2017, 19:16)


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