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Dienstag, 11. April 2017, 20:10

Im Test! Horizon Zero Dawn

Obwohl erst ein Viertel des Jahres vergangen ist, kann man schon jetzt zweifelsfrei von einem starken Jahr 2017 für Videospielfans sprechen. Ein Titel, der maßlos dazu beigetragen hat, ist Horizon Zero Dawn, das Open-World-Rollenspiel mit Endzeit-Setting der besonderen Art. Die Geschichte von Aloy wird exklusiv auf PlayStation 4 erzählt und stammt vom niederländischen Entwicklerstudio Guerilla Games, das zuvor für die Killzone-Reihe verantwortlich war. Wieso Horizon Zero Dawn meiner Meinung nach ein Must-Have für alle PS4-Besitzer ist, erfahrt ihr im Test.

Als Spieler schlüpft ihr in die Rolle von Aloy, eine äußerst begabte Bogenschützin vom Nora-Stamm. In der Obhut ihres Ziehvaters Rost wächst sie als Ausgestoßene auf und möchte eines Tages vollwertiges Stammmitglied werden. Das Tutorial für die verschiedenen Gameplay-Elemente, die im Kampf und abseits dessen zum Einsatz kommen, erlebt man durch die Augen der kleinen Aloy als Kind. Dies ist eine schöne Art, den Spieler langsam mit der Welt, den Menschen, Gebräuchen, der Natur und den Maschinen vertraut zu machen. Letztere spielen eine große Rolle, da sie ähnlich wie Tiere die Welt durchstreifen, jagen und in Herden leben.

Das friedliche Zusammenleben der Menschen und Maschinen wird allerdings auf die Probe gestellt, da die Maschinen immer mehr von ihren üblichen Verhaltensmustern abweichen. Als erwachsene Aloy begibt man sich auf die Suche nach Antworten auf viele wichtige Fragen. Warum leben Maschinen auf der Erde? Warum wurde Aloy von ihrem Stamm verstoßen? Wer sind Aloys Eltern? Was hat es mit der Verderbnis auf sich?

Da wir Spoiler vermeiden wollen, verzichten wir hier auf eine Nacherzählung der Geschichte und versichern euch, dass die Story in Horizon all diese Fragen beantwortet und die Geschichte fesselnd erzählt wird. Im Laufe ihres Abenteuers setzt Aloy Puzzleteil für Puzzleteil zusammen und trifft auf ihrer Reise auf weitere Stämme, viele Freunde und Feinde, besucht imposante Städte und traditionelle Dörfer, Ruinen und moderne Kriegsstätten. Die gelungenen Nebenquests fügen sich nahtlos in die große Geschichte ein und drehen sich um eine Reihe glaubwürdiger NPCs, die euch verschiedene Aufgaben anvertrauen. Bei der Jagd aushelfen oder Items sammeln, die nur bestimmte Gegner nach dem Kampf fallen lassen, macht nur einen Teil der zusätzlichen Aufgaben aus. Neben solchen Standard-Nebenquests gibt es zahlreiche Aufgaben, die mit einer tiefgreifenden Geschichte zusammenhängen und euch Stück für Stück mehr über die Welt aus Horizon Zero Dawn verraten.

Aloy im Gespräch mit Erend vom Oseram-Stamm.

Die Unterhaltungen mit den NPCs machen Spaß, weil sie so gut wie nie langweilig sind oder sich um belanglose Dinge drehen, sondern interessante Hintergrundgeschichten zur postapokalyptischen Welt eröffnen. Die Figuren fühlen sich dabei echt an und überzeugen auch in puncto Design. Mimik und Gestik sind fast immer gut umgesetzt, wirken aber im Vergleich zu Spielen wie Uncharted 4 nicht ganz so schön animiert. Leider stört bei der deutschen Lokalisierung die meist nicht vorhandene Synchronität zu den Lippenbewegungen, die im Englischen deutlich besser funktioniert. Sowohl im Deutschen als auch im Englischen machen die Sprecher einen ausgezeichneten Job, sodass die Wahl der Sprache am Ende Geschmackssache oder von der Lippensychronität abhängig bleibt.

Natürlich haben sich die Entwickler auch bei der Darstellung der Protagonistin Aloy hinreichend Gedanken gemacht und es geschafft, ihrem Charakter Tiefe zu verleihen. Dass man Aloy bereits als Kind durch die geheimnisvolle Welt begleitet und von Anfang an mit den Konflikten konfrontiert wird, die sie als junge Erwachsene begleiten, trägt zur Identifikation mit ihr als Spieler bei. Dazu kommt, dass man in Gesprächen manchmal entscheiden muss, ob Aloy rational, verständnisvoll oder wütend reagieren soll. Das scheint zwar keine bedeutenden Auswirkungen auf das Geschehen zu haben, zeigt dennoch die unterschiedlichen Facetten der Protagonistin.

»Kaum ein Spiel der aktuellen Konsolengeneration sieht so eindrucksvoll aus.«

Für mich stellt Horizon Zero Dawn eines der bis dato beeindruckendsten PlayStation-4-Spiele dar, denn die offene Welt überzeugt nicht nur durch ihre technische Umsetzung, sondern auch durch ihre visuellen Reize. Kaum ein Spiel der aktuellen Konsolengeneration sieht so eindrucksvoll aus. Die Ausflüge mit Aloy durch Steppen, Eiswüsten, den Dschungel oder dichte Wälder machen nicht nur wegen des hohen grafischen Niveaus Spaß, sondern schaffen durch den enormen Detailgrad und dem dynamischen Tag- und Nachtwechsel ein in sich geschlossenes System, das immer wieder überrascht. Moderne Zivilisationen schließen an alte Ruinen vergangener Zeiten, in Schluchten findet man sich plötzlich in verfallenen Baustätten wieder, das Erklimmen von Bergen belohnt mit atemberaubenden Ausblicken, die man gerne festhalten möchte. Durch den Foto-Modus können diese Momente festgehalten werden, der darüber hinaus noch eine Menge Optionen zur Bearbeitung mit verschiedenen Filtern, Effekten oder Reglern für die Tageszeit bietet.

Die Welt ist nicht nur malerisch, sondern auch lebendig. Beispielsweise biegen sich Gräser biegen im Wind, Aloy hinterlässt Spuren im Schnee und Klimaeffekte wie Regen, Schneefall oder Sandstürme wirken sich auf die Umgebung aus. Dazu trägt auch der Soundtrack bei, der die Welt je nach Situation mit ruhigen Tönen, rhythmischen Stammesgesängen und immer wieder kehrenden Melodien begleitet, die im Kopf bleiben. Alles wirkt so, als wäre es über Jahrhunderte entstanden, wenn man vorbei an verfallenen Türmen, Überresten alter Zivilisationen und grasenden Maschinen schleicht. Letztere zählen zu einem der interessantesten Aspekte von Horizon Zero Dawn. Die futuristischen Maschinenwesen sind urzeitlichen Tieren nachempfunden und bevölkern neben den Menschen die Welt.

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Langhälse sind nützliche Aussichtsplattformen.

Ihr trefft auf Aloys Reise auf viele verschiedene Maschinenarten, die allesamt wundervoll animiert sind und ganz individuelle Verhaltensweisen an den Tag legen. Der gemütliche Spaziergang wird schnell zu einer aufregenden Jagd, denn die elektronische Fauna ist nicht nur friedlich gestimmt. Graser zählen eher zu den friedliebenden Maschinen, die rasch das Weite suchen, während Wächter Alarm schlagen, weshalb sich hier Schleichen und Verstecken als Taktik anbietet. Der Sägezahn ist einem Säbelzahntiger nachempfunden und stellt deshalb eine der gefährlicheren Maschinenarten dar, die man im Kampf besser auf Distanz hält. Genauso verhält sich das Schnappmaul, eine Art Alligator, das im Wasser lauert oder sich auf Klippen sonnt. Neben den üblichen Maschinen gibt es noch verdorbene Kreaturen, die stärker gepanzert und aggressiver sind. Sie können außerdem nicht überbrückt werden.

Mittels Überbrückung durch ihren Speer kann Aloy nämlich Maschinen zu ihren Verbündeten machen. Dabei ergeben sich je nach Maschinentyp unterschiedliche Möglichkeiten: Breitköpfe und Läufer bieten sich als Reittiere an, während Langhälse wie Türme erklommen werden können, um so die Karte weiter aufzudecken. Im Kampf eignen sich ebenfalls verschiedene Taktiken gegen die futuristischen Wildtiere. Grundsätzlich könnte man sagen, dass das Kämpfen in Horizon Zero Dawn auf Stealth und Fallen ausgelegt ist. Es bietet sich oft an, sich im hohen Gras zu verstecken und einzelne Gegner von ihrer Herde wegzulocken, um sie anschließend entweder mit dem Speer im Nahkampf oder mit zuvor präparierten Fallen zu erlegen.

»In Horizon Zero Dawn gibt es also eine Menge zu tun, aber vor allem gibt es eine Menge zu Sammeln.«

Wer möchte, kann aber auch offensiv vorgehen, was sich bei kleineren Gegnergruppen anbietet. Mit verschiedenen Bögen, Pfeilen, Seilwerfern und Schleudern gibt es viele Optionen, die Maschinen auszuschalten. Das Kämpfen macht vor allem deshalb Spaß, weil sich die Waffen schnell wechseln lassen und weil es eine so große Bandbreite an Möglichkeiten gibt, denn die Munition ist selbst noch einmal in verschiedene Arten unterteilt, die bestimmte Zusatzeffekte wie Elementarschäden bieten. Beim Scannen von Maschinen werden außerdem ihre Schwachpunkte als gelb markierte Stellen angezeigt, die unterschiedlich auf Beschuss mit beispielsweise Eis, Schock oder Feuer reagieren.

Sprengt man bestimmte Teile der Maschinen weg, lassen sie wertvolle Beute oder in manchen Fällen Kanonen fallen, die man selbst aufnehmen und einsetzen kann. Mit dem Fokus, einer besonderen Technologie, die sich in Aloys Besitz befindet, können außerdem die Laufwege der Maschinen markiert werden. Das ist vor allem beim Schleichen nützlich oder wenn man ein Gebiet vorab mit Bomben und Fallen präparieren möchte. Die Kämpfe sind durchaus fordernd, da die Gegner sehr schnell reagieren, sie nicht dauerhaft anvisiert werden und mit ihren Angriffen ordentlichen Schaden verursachen können. Die intelligenten Verhaltensmuster der Maschinen im Kampf versprechen vor allem im letzten Spielabschnitt spannende Aufeinandertreffen.

Als Beute gibt es verschiedene Ressourcen, die ihr bei Händlern gegen Scherben, die Währung in Horizon Zero Dawn, eintauschen oder mit weiteren Items in Upgrades oder Verbesserungen der Ausrüstung und Waffen investieren könnt. Stärkere Waffen lassen sich zudem oft nur mit bestimmter Beute im Inventar erwerben. Normale Verbrauchsressourcen findet man dagegen überall in der Welt und können als Crafting-Material dienen. Munition wie Pfeile oder Heiltränke lassen sich nämlich selbst herstellen, wenn sich genügend dafür benötigte Gegenstände im Inventar befinden. Das Craften ist dabei sehr simpel gelöst, passiert im Schnellmenü per Knopfdruck und ich habe es zu keinem Zeitpunkt als nervig empfunden.

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An zusätzliche Ressourcen und seltene Gegenstände gelangt ihr nicht nur im Laufe der Hauptstory und den Nebenquests, sondern auch durch das Erledigen von kleineren Aufträgen oder durch das Absolvieren von kniffligen Jäger-Herausforderungen. Dort könnt ihr eure Jäger-Fähigkeiten unter bestimmten Bedingungen wie einem Zeitlimit oder den gezielten Einsatz einer Waffe unter Beweis stellen. Im Spiel gibt es außerdem eine feste Anzahl an Banditenlagern, die geräumt werden wollen und bei Erfolg ordentliche Beute garantieren. Dabei geht ihr gegen menschliche Feinde vor, die sich in Dörfern verschanzen, allerdings dank ihrer schwachen KI keine besondere Herausforderung darstellen. Das Säubern von verdorbenen Zonen kann sich dagegen als schwieriger gestalten. Auch hier gibt es vorgegebene kleine Areale, die von verdorbenen Maschinen heimgesucht werden. Um die Zone zu reinigen, müssen alle Gegner besiegt werden. In Horizon Zero Dawn gibt es also eine Menge zu tun, aber vor allem gibt es eine Menge zu Sammeln. Wer ganze Sets aus Metallblumen, Banuk-Figuren und alten Gefäßen ergattert, die einzeln überall in der Welt verstreut sind, kann sich auf spezielle Belohnungen und Ausrüstungsgegenstände freuen.

Fazit

Horizon Zero Dawn ist ein erstklassiges Action-RPG, das man jetzt schon zu den Spiele-Highlights 2017 zählen darf. Horizon besticht auf den ersten Blick durch das erstklassige visuelle Design, bietet allerdings auch genug spielerische Tiefe und Inhalte, die viele Stunden Spielspaß garantieren. Neben der mitreißenden Hauptstory gibt es zahlreiche Nebenquests und -aufgaben, die die Hintergründe der Geschichte um Aloy und die geheimnisvollen Maschinen näherbringen. Wer abseits von japanischen (Rollen-)Spielen einen Ausflug in eine nie zuvor dagewesene postapokalyptische Welt wagen möchte, erlebt in Horizon Zero Dawn eine kreative Open World mit fesselnder Story.

Story: In der Rolle von Aloy, einer Ausgestoßenen ihres Stammes, gilt es, die Rätsel ihrer Herkunft und der sogenannten Verderbnis aufzudecken.

Gameplay: Die offene Welt kann nach Belieben erkundet werden und ist in unterschiedliche Areale eingeteilt. Die Kämpfe setzen sich aus einer Kombination von Stealth-Taktiken, Angriffen und Ausweichmanövern zusammen.

Grafik: Wunderschöne, abwechslungsreiche Landschaften und hervorragende Animationen der Maschinen wissen zu begeistern.

Sound: Passend zur jeweiligen Situation erklingen ruhige Melodien, schnelle Stammesrhythmen oder Jagdgesänge. Besonders das Main Theme bleibt im Kopf.

Sonstiges: Im Foto-Modus lassen sich beeindruckende Bilder und Screenshots anfertigen.

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Dienstag, 11. April 2017, 21:01

Schönes Review, aber ich habe eine Erwähnung der Brutstätten vermisst. Die haben mich abseits von der Hauptstory mit am meisten begeistert. Die Banditenlager sind im Vergleich dazu ja eher gewöhnliche Kost.

Kurz zur Erklärung:
Die Brutstätten sind so eine Art Maschinen Dungeon. Vom Design her haben sie mich teilweise an einen Bau wie man ihn aus den Alien Filmen kennt erinnert. Also sehr stimmungsvoll inszeniert. Der Weg durch diese Brutstätten ist zudem sehr abwechslungsreich gestaltet. Am Ende steht dann ein Kampf gegen einen oder mehrere große Gegner. Hat man diese besiegt kann man den Kern überbrücken. Das schaltet dann die schon angesprochene Möglichkeit der Überbrückung von Maschinen in der offenen Welt frei.

Ansonsten wurde alles wichtige erwähnt. Die detaillierte Spielwelt und die lebendigen Charaktere haben mich auch sehr begeistert. Es sind wirklich die kleinen Details, wie die unterschiedlichen Windstärken und die physikalisch korrekte Reaktion der Umwelt darauf. Aber auch Aloys Interaktion mit der Umwelt ist bemerkenswert. Ich fand es immer wieder klasse, wie sie sich durch einen Sandsturm gekämpft hat, oder sich über den Regen beschwert hat. Überhaupt muss man sagen, dass es Guerilla Games mit Aloy gelungen ist einen sehr sympathischen, lebendigen und glaubhaften neuen Videospielcharakter zu erschaffen. Ich freue mich schon auf viele weitere Abenteuer mit ihr. :)

Balmung

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Mittwoch, 12. April 2017, 03:11

Naja, das Review ist schon etwas oberflächlich, merkt man daran das kaum Kritik enthalten ist, dabei gibt es hier und da doch auch einiges an Horizon zu kritisieren, was nicht so wirklich gut umgesetzt wurde, wie das man zu schnell die besten Waffen hat oder man zu leicht überlevelt und dann selbst die höchste Schwierigkeitsstufe zu oft viel zu leicht ist. Oder die Tränke Auswahl, bei der es zu lange dauert hin und her zu scrollen, mehr als einmal deswegen verreckt und über die Entwickler geflucht. Solche Dinge alle zusammen haben bei mir doch etwas den Spielspaß gedrückt, leider. Es änder aber null daran, dass es dennoch ein Top Spiel ist, gerade als Explorer kann man viel Spaß haben.

P.S. ich rate jedem Spieler die Teleport Funktion so wenig wie möglich oder auch gar nicht einzusetzen (hab komplett drauf verzichtet). Teleportieren zerstört das Feeling einer großen zusammenhängenden immersiven Welt und macht für mich den Open World Aspekt direkt wieder kaputt.

4

Mittwoch, 12. April 2017, 07:58

Ich habe das Horizon selbst noch nicht gespielt, ist auf fraglich ob ich es mir jemals zulegen werde... Das liegt insbesondere daran, dass ich diesen religiösen Fanatismus in Videospielen auf den Tod nicht ab kann. Dabei ist es mir gleich ob es sich jetzt um eine "Stadt" handelt, die dem gesamten Land das benutzen von Machina verbietet und es klammheimlich selber bis zum abkotzen tut, oder ein Dorf ist welches den Hauptcharakter verbannt und...

  Spoiler Spoiler

EINE VERDAMMTE TÜR(!!!) als göttliche Mutter anbetet...


Was ich auch bemängel ist die (lächerliche) Entscheidung, dass Aloy nur an "vom Spiel vorbestimmten Stellen" klettern kann! Oh, ich bin Aloy, du hast gesehen wie ich als Kind trainiert habe, wie ich von Stein zu Stein sprang und von A nach B kletterte. Aber all dies darfst du nur machen, wenn dort ein blau leuchtender Rand ist! Sorry aber das geht nun wirlich nicht...

Ich hatte mich so riesig auf den Titel gefreut, aber als ich nun ein wenig vom Spiel gesehen habe... *seufz* ... vielleicht wenns mal im Angebot ist.

CloudAC

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Mittwoch, 12. April 2017, 11:47

Die Frage ist, muss man überall rum klettern können, auf den Gedanken bin ich in den 65 Stunden nicht 1 mal gekommen.

Ob das Leveln und ausrüsten zu shhnell ging, ka, mir war es recht. Musste man wenigstens nicht dumm rum grinden nur um paar Level zu steigen, damit man endlich an Punkt XY weiter kommt. Mag es eh nicht wenn Spiele unnötig schwer sind, das streckt nur künstlich die Spielzeit.

GG sind auch nen Shooter macher und für das erste RPG, dazu mit open World war schon der Knaller. Die Grafik war mega ,mit HDR nochmal besser. Das RPG war für mich besser als manch J RPG der letzten 6 Monate. Geht es im Westen so weiter mit RPGs, dann kann ich auf die inzwischen halbgaren J RPGs in Zukunft verzichten. Nen anderes Aktuelles W RPG ist ja auch top, bis auf die technischen Probleme.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »CloudAC« (12. April 2017, 11:53)


6

Mittwoch, 12. April 2017, 12:19

Die Frage ist, muss man überall rum klettern können, auf den Gedanken bin ich in den 65 Stunden nicht 1 mal gekommen.

Überall wo es möglich wäre, sollte man es auch können. Aloy kann auf einen - keine Ahnung - geschätzt 25m hohen Ufosaurus kraxeln (natürlich nur an den leuchtenden Stellen), wenn sie jedoch einen 2-3m hohen Hügel/Vorsprung/Graben überwinden möchte, muss sie entweder drum herum laufen, oder einen leuchtenden Rand suchen? Okay, gut, vielleicht muss sie ja noch nicht einmal klettern können...müssen... aber sich am (nicht leuchtenden) Rand festhalten und daran hochziehen wird doch wohl noch drin sein oder? Das ist zwar eine Kleinigkeit, aber mich persönlich stört das ungemein. Selbst Link kriegt das hin!

Aruka

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Mittwoch, 12. April 2017, 16:17

Bin überrascht das noch ein Test zu Horizon von jpgames gekommen ist^^
Aber cooles Ding, kann mich dem ganzen Test auch nur anschliessen. Schön geschrieben. :)

Horizon war für mich auch eine ziemliche Überraschung, zumindest in sofern das ich nicht damit gerechnet habe das es so gut wird.
Das liegt aber auch daran das ich mich nur sehr ungern hypen lasse.
Mir gefiel im Endeffekt vorallem die Lore und die Main Story des Spiels, bei westlichen Rollenspielen ist die Main Story nämlich öfters nur eine uninteressante Beilage.


Zum Thema Klettern, also wen man wirklich will, kommt man irgendwie an jeden Punkt des Spiels wen man lange genug schräg hüpft :P
Hat mich ein wenig an Skyrim erinnert.^^

Balmung

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Mittwoch, 12. April 2017, 18:00

Jo, an die meisten Stellen kommt man auch so hin und man merkt auch teilweise, dass das so nicht unbedingt vorgesehen war. ^^

Ich kam in 113 1/2 Stunden auch nie auf die Idee das es mich gestört hätte. Aber gut, es ist ein Punkt den man durchaus kritisieren kann, aber das Spiel ist eben nicht darauf ausgelegt und würde in den linearen Passagen das Ganze auch etwas schwieriger im Level Design machen. Von daher hab ich das einfach als Design Entscheidung für mich abgetan.

Ob das Leveln und ausrüsten zu shhnell ging, ka, mir war es recht. Musste man wenigstens nicht dumm rum grinden nur um paar Level zu steigen, damit man endlich an Punkt XY weiter kommt. Mag es eh nicht wenn Spiele unnötig schwer sind, das streckt nur künstlich die Spielzeit.

So Spieler wie du gehen mir mächtig auf den Sack, denn diese spielen "zu leicht" immer auf diese 08/15 Art herunter und die Entwickler dann deshalb damit durch kommen. Für euch, die keine Herausforderung wollen, ist der Schwierigkeitsgrad "leicht". Für Spieler wie mich ist aber ein höherer Schwierigkeitsgrad und wenn der zu leicht ist, dann ist er zu leicht, da brauchst du mit solchen Sprüchen erst gar nicht ankommen, weil dich das Problem absolut null betrifft.

Fayt

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Mittwoch, 12. April 2017, 19:37

Balmung achte auf deinen Umgangston.

CloudAC

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Mittwoch, 12. April 2017, 20:54

Nennt man dann PP. Wenn Schwer noch zu leicht ist, dann musste dich beim Entwickler beschweren das se noch schwerer machen sollen. Auf der Einstelung schwer sollte ein Spiel ja schon schwer sein, das stimmt schon. Ich glaube ich habe sogar auf Normal gespielt, Bei ME habe ich nach dem ersten Architekten direkt mal auf leicht gestellt xD. Ich versau mir doch nicht den Rest Abend nur wegen so nem blöden Spiel das meint es einem unnötig schwer zu machen. Bin doch keine 13 mehr wo man ab 13 Uhr Zeit hat bis Abends. Nur wenn de alles an Nebenzug machst während des Spielverlaufes und nicht erst am Ende, dann ist man bei jedem Spiel irgendwann überlevelt. Bloodborne haben wir auch nur im Koop gespielt, weil es so leichter war. Sonst hätte ich da doch niemals Platin bekommen xD, ok, wir haben auch getrickst noch dazu XD.

Bei Spielen wie Horizon liegt mein Fokus auch auf der Story und nicht darauf viel rum zu kämpfen. Habe ich zwar viel, aber bin auch mal weiter gelaufen wenn ich weiter kommen wollte in der Handlung. Deswegen spiele ich RPGs, weil se (in der Regel) große und gute Storys haben im Vergleich zu anderen Genres (wobei sich das immer mehr zu verschieben scheint "dank" open World)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »CloudAC« (12. April 2017, 21:01)


11

Mittwoch, 12. April 2017, 21:09


So Spieler wie du gehen mir mächtig auf den Sack, denn diese spielen "zu leicht" immer auf diese 08/15 Art herunter und die Entwickler dann deshalb damit durch kommen. Für euch, die keine Herausforderung wollen, ist der Schwierigkeitsgrad "leicht". Für Spieler wie mich ist aber ein höherer Schwierigkeitsgrad und wenn der zu leicht ist, dann ist er zu leicht, da brauchst du mit solchen Sprüchen erst gar nicht ankommen, weil dich das Problem absolut null betrifft.


Abgesehen von deinem Umgangston ist das allerdings eher eine Allgemeine "Open World" Krankheit. Wenn man wie in Horizon schon sehr früh im Spiel komplette Freiheiten hat dann neigen die Spieler eher dazu die Gegend zu erkunden und Sidequests zu machen......was ja natürlich nichts schlechtes ist ich hatte auch ne Menge spass mit Horizon.

Wenn man dann aber nach 30+ Std mit total überpowerten Equip anfängt die Story zu machen dann ist diese natürlich viel zu einfach da sie nicht mit skaliert.

Dieses Problem hat man bei nahezu jedem Open World. Ob es jetzt Skyrim,Falloit,Dragon Age oder ein ach so hoch gelobtes Witcher ist.


Die einzigen "Lösungswege" die man hier machen könnte wäre eine Story die unabhängig des Fortschrites im Level mit skaliert oder eben mehr limitierungen. Sei es jetzt nun Nebenquest möglichkeiten, einschneidungen der Gebiete, oder ein Zeit Management wie z.b Persona.

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Mittwoch, 12. April 2017, 22:09

Hier finde ich, passt ganz gut das System von Breath of the Wild. Je mehr man dort kämpft, desto schwieriger wird das Spiel/die Gegner. Lässt man hingegen die meisten Kämpfe aus, bleibt auch die Schwierigkeit gering. Das Konzept ist meiner Meinung nach super durchdacht und sorgt dafür, dass man immer eine angemessene Herausforderung hat, je nach Spielweise. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass es da schon mal ein Spiel gab, in welchem man sich seine Schwierigkeit auf diese Weise quasi selbst gestaltet.

Es ist auch nicht wirklich mit Spielen zu vergleichen, in welchen die Gegner stets eine ähnliche Stärke wie der Spieler haben, denn Link wird ja bekanntlich nur durch seine Ausrüstung stärker. Das ist wirklich nicht einfach zu erklären, aber bei Zelda hat man es wohl fast perfektioniert und stets herrscht eine gewisse Balance. Das heißt aber nicht, dass es (wie bei bereits erwähnter Level-Skalierung) keine Herausforderungen mehr gibt und genau das macht das wirklich gute Gameplay von BotW aus.

Vielleicht hätte ein solches System also auch ganz gut zu HZD gepasst. Zumindest könnte ich mir das ganz gut in einem etwaigen Nachfolger vorstellen.
Fliegen ist gar nicht so schwer, wie man denkt:

Man muss sich nur auf den Boden schmeißen und vergessen aufzuschlagen!
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Donnerstag, 13. April 2017, 05:34

Vielleicht hätte es HZD auch gut getan, wenn man das Level Cap nicht erst bei Level 50 gemacht hätte. Die höchste Quest ist doch glaub noch nicht mal Level 30? Und Skillpunkte gab es auch mit max. Level noch, so das man längst Level 50 war aber immer noch hin und wieder Skills freischalten konnte, bis man alle hatte.

Wenn man wie in Horizon schon sehr früh im Spiel komplette Freiheiten hat dann neigen die Spieler eher dazu die Gegend zu erkunden und Sidequests zu machen......was ja natürlich nichts schlechtes ist ich hatte auch ne Menge spass mit Horizon.

Wenn man dann aber nach 30+ Std mit total überpowerten Equip anfängt die Story zu machen dann ist diese natürlich viel zu einfach da sie nicht mit skaliert.

Und das ist eben der Punkt, ich hab nicht erst nach 30+ Std mit der Story angefangen sondern bin der Story gefolgt und hab dazwischen auf dem Weg halt fast alle Nebenquests gemacht, die mir so begegnet sind. Man merkt eben das alles in Horizon auf die Main Story ausgelegt ist und die Nebenquests nicht mit berücksichtigt wurden aber dennoch nicht wenig EXP geben.

Und die Nebenquests alle am Ende vom Spiel zu machen, macht ja auch nicht wirklich Sinn, da die Nebenquests dann sowieso viel zu leicht sind und gar keinen Spaß mehr machen. Hey, kämpf mal gegen diesen mächtigen Gegner, der hier alle tyranisiert... 1 Minute später ist er tot ohne das dieser auch nur einen Hauch einer Herausforderung war und zieht damit die Nebenstory ins lächerliche.

  Spoiler Spoiler

Zumal man am Ende vom Spiel gar nicht weiter spielen kann, denn man landet wieder vor der vorletzten Story Mission und eben nicht nach der Main Story. Ist also auch ziemlich unlogisch das Ganze.


Zitat

Die einzigen "Lösungswege" die man hier machen könnte wäre eine Story die unabhängig des Fortschrites im Level mit skaliert oder eben mehr limitierungen. Sei es jetzt nun Nebenquest möglichkeiten, einschneidungen der Gebiete, oder ein Zeit Management wie z.b Persona.

Also bei Witcher 3 sollen ja glaub ich die Nebenquests kaum EXP geben und die Gegner weniger wenn man über dem Level für das Gebiet ist. Horizon hat halt absolut null Mechanismen gegen überleveln. Ist aber nicht nur bei dem Element so, an alles kommt man viel zu leicht inkl. Geld.

@CloudAC: so klingt das ja auch ok, aber das oben war jetzt schon der zweite Post zu Horizon von Dir der so nach "nach mir die Sintflut" klang. Da reagiere ich halt etwas allergisch drauf, gerade weil ich in Sachen zu leichtem Schwierigkeitsgrad seit Jahren immer wieder so Diskussion mit manchen Spielern hab, die nicht einsehen wollen das ein Spiel für Andere auch zu leicht sein und das den Spielspaß ruinieren kann. Haben eben immer nur "bloß nicht zu schwer" im Kopf. Beide Extreme sind aber schlecht.

Wenn du es leicht magst und es Anderen zugesteht doch etwas oder etwas mehr Herausforderung haben zu wollen, ist ja alles ok. Dann sorry oben für meine Wortwahl.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Balmung« (13. April 2017, 05:43)


CloudAC

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Donnerstag, 13. April 2017, 08:11

Im Grunde isses mir ja auch wurscht, da ich nie auf schwer mit Absicht spielen würde. Nur wo schwer drauf steht, sollte aber auch schwer drin sein, sonst kann man so ne Auswahl ja auch gleich sein lassen. Andere Spiele haben ja noch mehr als nur Schwer zur Auswahl. Vielleicht hätten da paar Stufen mehr auch schon geholfen. Sowas wie Schwer - Teuflich schwer - unmöglich, oder so ähnlich. Bei genug Feedback machen die sowas bestimmt. Die von GG sind sehr gierig auf Meinungen. Die haben ja auch geändert das man mehr auf einmal kaufen kann.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »CloudAC« (13. April 2017, 08:29)


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