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Sonntag, 2. April 2017, 16:00

Angeschaut! Ghost in the Shell - ARISE: border: 1+2

Jahr 2013
Animation Production I.G
Publisher Universum Film
Release 31.03.2017
Genres SciFi
Action
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Seit Mamoru Oshiis Kultfilm Ghost in the Shell im Jahr 1995 weltweite Bekanntheit erreichte, folgten zahlreiche weitere Animes im Ghost-in-the-Shell-Universum, darunter die bekannte TV-Serie Ghost in the Shell: Stand Alone Complex. Zwischen 2013 und 2014 produzierte Production I.G. insgesamt vier Filme, die die Vorgeschichte zu Stand Alone Complex erzählen und nun von Universum Anime passend zum Start des Hollywood-Films in Deutschland veröffentlicht werden.

Wir haben uns die ersten beiden Filme angesehen!

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Über Ghost in the Shell – Arise

Folgendermaßen beschreibt Universum Anime die Handlung:

Border:1 „Ghost Pain“: Ein Jahr nach dem Ende des Vierten Weltkriegs explodiert 2027 eine Bombe in Newport City und tötet einen hochrangigen Waffenverkäufer, welcher in Kontakt mit der mysteriösen Organisation 501 stand. Motoko Kusanagi, eine extraordinäre Hackerin und Cyborg, wird beauftragt, die Hintergründe dieses Attentats zu untersuchen. Doch die Mission gestaltet sich als schwieriger als gedacht…

Border:2 „Ghost Whispers“: Kazuya Soga soll für seine Gräueltaten im Qhardistani-Krieg zur Rechenschaft gezogen werden – Doch er besteht auf seine Unschuld und beauftragt Batou, den versteckten Beweis zu beschaffen. Auch Motoko Kusanagi soll der Sache auf den Grund gehen und gerät dabei nicht nur mit Batou aneinander, sondern muss auch herausfinden, wer ihren Logicoma-Roboter gehackt hat – und wozu.

Die vier jeweils 60-minütigen Filme wurden 2015 auch im Rahmen der 10-teiligen TV-Serie Ghost in the Shell Arise: Alternative Architecture umgesetzt, die das Material etwas umordnet und kürzt, allerdings in den letzten beiden Episoden eine neue Geschichte hinzufügt. Ob die Serie auch in Deutschland veröffentlicht werden wird, ist aktuell unbekannt.

Ghost_in_the_Shell__ARISE_border1_Ghost_Pain__border2_Ghost_Whispers_Szenenbilder_01.300dpiDie Handlung der Filme beginnt zu einem Zeitpunkt, als Motoko Kusanagi noch nicht Teil von Sektion 9 ist und behandelt in halbepisodischer Form eine Reihe von Cyberverbrechen, die alle miteinander in Verbindung stehen und Teil einer größeren Verschwörung sind.

Wer Stand Alone Complex nicht gesehen hat, kann sich Arise zwar ansehen, wird aber möglicherweise von der Terminologie, die größtenteils nicht erklärt wird, überfordert sein. Es ist definitiv von Vorteil, die Welt und die Figuren zu kennen, denn bekannte Gesichter wiederzusehen macht auch einen großen Teil des Reizes aus.

Die ersten beiden Filme behandeln größtenteils voneinander losgelöste Ereignisse. Sie zeigen auch, wie Motoko Chief Aramaki und die anderen späteren Mitglieder von Sektion 9 kennenlernt.

Die Geschichte selbst ist durchaus interessant präsentiert: Die gezeigten Cyberverbrechen sind spannend aufgezogen und werden von einer gesunden Mischung aus Erklärungen und Action begleitet. Die Höhepunkte von Stand Alone Complex werden in den ersten beiden Filmen allerdings noch nicht erreicht.

Motoko steht klar im Vordergrund der Filme und wird von allen Figuren auch am interessantesten dargestellt. Man erhält viele Informationen über ihre Beweggründe und Vergangenheit, die in Stand Alone Complex nicht behandelt wurden. Neben Motoko haben auch Figuren wie Chief Aramaki und Batou ihre Momente. Wie in den anderen Ablegern des Franchise entziehen sich die Charaktere angenehm den sonst üblichen Anime-Klischees und überzeugen durch ihre glaubwürdigen Persönlichkeiten, die weder zu schwarz noch zu weiß sind.

Ghost_in_the_Shell__ARISE_border1_Ghost_Pain__border2_Ghost_Whispers_Szenenbilder_06.300dpiWährend die Handlung der ersten beiden Filme insgesamt plausibel wirkt, gibt es ein paar Momente, die ein bisschen zu bequem wirken. So sind es wieder Hackerangriffe, die die ultimative Bedrohung darstellen und quasi allmächtig sind. Das passt zwar durchaus in die futuristische Welt von Ghost in the Shell, wurde aber in anderen Teilen schon häufig und auch besser aufgegriffen.

Unterm Strich sind die Filme für Fans von Ghost in the Shell definitiv empfehlenswert. Sie geben dem Zuschauer noch einmal eine Möglichkeit, in die Welt einzutauchen und vertraute Gesichter wiederzusehen. Neulinge sollten aber nach Möglichkeit zuvor die (äußerst empfehlenswerte) TV-Serie Ghost in the Shell: Stand Alone Complex sehen, denn auch wenn die Arise-Filme chronologisch früher angesiedelt sind, sind sie nicht auf neue Zuschauer ausgelegt.

Die deutsche Veröffentlichung

Synchronstudio EuroSync GmbH
Dialogregie Steffan Wellner
Übersetzung Nora Bartels
Dialogbuch Steffan Wellner
Motoko Kusanagi Christin Marquitan
Chief Aramaki Joachim Tennstedt
Batou Tilo Schmitz

Es ist erfreulich, dass es Universum Anime gelungen ist, viele der deutschen Sprecher von Ghost in the Shell: Stand Alone Complex nach so vielen Jahren für Arise zu engagieren. Wieder mit von der Partie sind unter anderem Christin Marquitan als Motoko Kusanagi, Klaus-Peter Grap als Togusa und Tilo Schmitz als Batou. Die Stimmen überzeugen immer noch so sehr wie damals. Der leider im letzten Jahr verstorbene Hasso Zorn, der damals Chief Aramaki seine Stimme verlieh, wurde durch Joachim Tennstedt ersetzt, der glücklicherweise auch hervorragende Arbeit leistet.

Ghost_in_the_Shell__ARISE_border12_BD_Bluray_889853970698_2D.300dpiGenerell ist die deutsche Umsetzung wie auch bei Stand Alone Complex erstklassig. Alle Figuren sind gut besetzt worden und die schauspielerische Leistung der Sprecher kann jederzeit überzeugen. Die Aussprache japanischer Namen, die bei Stand Alone Complex oft inkorrekt war, funktioniert nun besser – beispielsweise wird Batous Name nun nicht mehr „Batu“ ausgesprochen. Die verwendete Terminologie ist konsistent mit der anderer deutscher Ghost-in-the-Shell-Veröffentlichungen.

Die deutsche Vertonung ist in jedem Fall sehr empfehlenswert und steht der japanischen Fassung nicht in viel nach.

Da uns für die Rezension nur ein Online-Stream zur Verfügung stand, können wir Verpackung, Menügestaltung und Untertitel leider nicht beurteilen. Der Produktbeschreibung zufolge wird die Blu-ray-Fassung der Filme auf einer Disc in einer normalen Amaray-Hülle mit Wendecover und Booklet veröffentlicht und ist für circa 25 Euro erhältlich, was ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist. Die anderen beiden Filme sollen am 26. Mai folgen.

Fazit

»Ghost in the Shell: Arise stellt eine gelungene Ergänzung zum Ghost-in-the-Shell-Universum dar. Die ersten beiden Filme überzeugen durch die interessante Handlung und das gute Pacing, auch wenn Höhepunkte noch ausbleiben. Durch die hervorragende Vertonung können die Filme auch wunderbar auf Deutsch genossen werden. Fans von Ghost in the Shell können beherzt zuschlagen, Neulinge sollten lieber zunächst zum TV-Klassiker Ghost in the Shell: Stand Alone Complex greifen.«

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Sonntag, 2. April 2017, 17:20

Mir kommts vor, als habe ich Border 1 vor Jahren gesehen (vermutlich kommt das sogar hin). Hat wirklich extrem lange gedauert, bis die Reihe zu uns kam und ich glaube, es ist noch nicht geklärt, ob Universum auch den dazugehörigen Spielfilm zur Mini-Serie bringen wird (die Border-Episoden haben ja alle eine relativ schmale Laufzeit). Wäre aber wünschenswert.

Ich hab auch bis heute nur die erste Episode von Arise gesehen. Ich fand sie Ok, sehe es insgesamt eigentlich mehr als Reboot, aber mit keiner der vorherigen Adaptionen konnte Arise mithalten. Aber vielleicht steigert sich das ganze Projekt auch noch. Insgesamt fühlte sich für mich Border 1 mehr wie Mardock Scramble als nach Ghost in the Shell an, was aber daran liegen dürfte, dass Tow Ubukata hier als Writer aktiv ist (da sie ihn wegen häuslicher Gewalt dran bekommen haben wird man von ihm wohl an sich nicht mehr viel zu lesen bekommen, so etwas dürfte besonders in Japan untragbar sein für weitere Beschäftigungen).

Was ich jedoch mal extrem gut finde ist, dass Universum hier einen Großteil der alten Sprecher zusammengetrommelt hat. Davon weiß ich sogar erst seit letzter Nacht, wusste aber nicht, ob das so stimmt. Und die Bestätigung habs hier noch einmal. Das hat die ganze Geschichte wesentlich interessanter gemacht. Ein Grund, wieso ich Border 1 so befremdlich damals fand, es ist glaube ich ein komplett neuer japanischer Spracher-Cast am Werke gewesen (dafür sprechen die bekannten Sprecher wie Atsuko Tanaka und Akio Otsuka glaube ich nun die Charaktere in der Live-Action Verfilmung in der japanischen Version). Auch die Todesmeldung von Hasso Zorn habe ich somit erst jetzt erfahren, was ich unglaublich schade finde.

Und das man an der Aussprache gearbeitet hat, auch das ist löblich. Panini hatte zwar sehr gute Arbeit geleistet, aber besonders in der zweiten Staffel von Stand Alone Complet hat man sich Schnitzer erlaubt. Bei der hälfte der Serie wurden Namen auf einmal anders ausgesprochen und nach, ich glaube es waren 2 Episoden, wurde der Sprecher von Kuze Hideo auf einmal ausgetauscht.

Die Blu-ray kommt nun ins Haus. Da werde ich ausnahmsweise mal ganz nostalgisch wenn ich lese, dass man die alten Sprecher größtenteils engagieren konnte. Ghost in the Shell im O-Ton ist großartig, aber der deutsche Dub bleibt für mich die Nummer 1.

Schönes, infortmatives Review, wie immer, Blackiris!

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