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Montag, 29. Oktober 2012, 15:00

Im Test! Dead or Alive 5

Dead or Alive kehrt nach zig Jahren wieder zurück mit Teil 5 des Prügelspiels und diesmal nicht nur für Xbox! Nach zwei Teilen Abstinenz von anderen Konsolen, kommt nach Dead or Alive Dimensions für den Nintendo 3DS, Dead or Alive 5 auf die Multiplattform-Bühne zurück. Was hat uns Dead or Alive 5, im Gegensatz zu seinen Genre-Kollegen, außer seinen gewohnt großzügig wohlgeformten Kämpferinnen zu bieten?

DoA5 ist ein Beat ‘em up der Spitzenklasse

Hinter den vollbusigen Kontrahentinnen und stählern geformten Kontrahenten verbirgt sich ein schnelles und schlau durchdachtes Prügelspiel mit einzigartigen Extras, die man bei der Konkurrenz nicht findet. Stages mit mehr als nur einer zweiten Ebene, nachdem man durch eine Wand geworfen oder von der Explosion einer Rakete weggeschleudert wurde. Eine anspruchsvolle Offlinekampagne mit zahlreichen Schwierigkeitsgraden und großem Wiederspielwert, sowie ein mit zahlreichen Optionen beschenkter Onlinemodus mit etlichen Anpassungsfreiheiten.

Fangen wir einmal von vorne an

Dead or Alive bekommt Besuch

Dead or Alive 5 bietet insgesamt 25 spielbare Charaktere, wovon die meisten natürlich erst freigespielt werden müssen. Der 25. Charakter benötigt sogar etwas mehr Einsatz als „Spiele Modus X auf Schwierigkeitsgrad X durch“. Die Kampfarten variieren von Ninja-Stilen bis hin zu Wrestlingformen, es ist also eine Menge Abwechslung vorhanden und für jedermann etwas dabei.

Im Spiel gibt es 524 zu erhaltene Titel für seine Bemühungen, Erfolge und sogar Misserfolge, mit denen man dann seine Online-Identität schmücken kann. Dabei sind 3 Charaktere Gastfiguren aus dem Spiel Virtua Fighter.

Der Offlinemodus des Spiels bietet 6 Modi, Story, Arcade, Time Attack, Survival und Training. Alle Modi teilen sich auf in den Einzelkampf oder den Teamkampf, in dem der Spieler je zwei Kämpfer wählen kann und noch größere Combos sowie Teamwürfe ausführen kann. Alle Modi stellen 8 Schwierigkeitsgrade zur Verfügung, die von “Anfänger” bis hin zu “Legende” reichen. Unter dem Menüpunkt Extras, kann man noch einen Schaukampf stattfinden lassen, sich zurücklehnen und dem Kampfgeschehen zusehen. Er bietet ansonsten noch ein Fotoalbum von selbstgeschossenen Bildern, die Kampfstatistiken und die Übersicht über die 524 Titel ist unter Mission zu finden.

Der Storymodus

524 freispielbare Titel

Die Geschichte von Dead or Alive 5 handelt natürlich von dem gleichnamigen Turnier. Helena, die neue Chefin des Superkonzerns DOATEC, veranstaltet das 5. DoA Turnier, um für den Konzern und für sich selbst als neue Chefin, Prestige zu gewinnen und um den Namen der Firma wieder reinzuwaschen, nachdem ihr Vater, das ehemalige Oberhaupt des Konzerns, beinahe weltweites Chaos durch seine Experimente verursacht hätte. Die Experimente drehten sich um die Erschaffung einer Superwaffe, die mit dem Experiment Alpha 152 Früchte trugen. Dennoch war es niemand Geringeres als seine eigene Tochter Helena, die ihrem Vater einen Strich durch die Rechnung machte und mit der Zerstörung des Waffenlabors die Katastrophe in letzter Sekunde verhinderte. Sie bekam dabei passive Hilfe von den Shinobi des Mugen Tenshin Clans, den Aushängeschildern der Serie, Kasumi, Hayate, Ayane und Hayabusa.

Die Geschichte knüpft, wie anfangs erwähnt, an diese Ereignisse an. Der Storymodus erzählt in Form eines Tutorials nach und nach die Geschichten der einzelnen Charaktere. Mit den Bekannten und neu vorgestellten Charakteren hält der Storymodus den Spieler geschätzte drei Stunden am Ball, wobei Vorkenntnisse und eigene Fähigkeiten natürlich ausschlaggebend sind. Also fesselt der Storymodus nicht nur durch seine ästhetischen Kamerafahrten und seinem Witz, durch die optionalen Ziele in jeder Mission hat dieser auch höheren Wiederspielwert. Die Story besticht auch durch kleine Erzählungstricks, sodass sich das Bild der Geschichte erst mit der letzten Mission ganz offenbart.

Story mit kleinen erzählerischen Tricks

Wer jetzt noch nicht genug von den Tutorien hat und seine Lieblingscharaktere weiter auf der Comboebene kennenlernen will oder sich einfach nicht bereit für einen höheren Schwierigkeitsgrad in den Modi fühlt, kann sich ins Training stürzen. Hier findet sich alles, was das Kämpfer-Herz begehrt. Eine reichhaltig konfigurierbare Umgebung sowie KI und das mehr als praktische Eingabetraining warten auf einen. Beim Eingabetraining kann man sich, ohne lästiges Menüwühlen, die Moves anzeigen und vorführen lassen. Wenn man alle Moves des jeweiligen Kämpfers durch hat, wird man auch hier mit einem Titel und der Systemsprache des Charakters belohnt. Wer also lieber Kasumi als Systemsprache hat, sollte schnell das Eingabetraining mit ihr hinter sich bringen.

Eingabetraining, ein Segen für Prügelspieler

Frisch aus dem Training kann man sich nun den Modi widmen und schrittweise jeden Schwierigkeitsgrad allein oder im Teamkampf durchspielen. Das bleibt natürlich auch nicht unbelohnt, man bekommt für jeden abgeschlossenen Schwierigkeitsgrad einen Titel und nach dem Durchspielen je ein Kostüm für den Charakter, den man benutzt hat.

Hier kommen spätestens die vielen Raffinessen des Kampfsystems zum Vorschein, die man im Storymodus und im Training lernen konnte.
Das Kampfsystem teilt sich in Schläge, Tritte, Würfe und Griffe auf und natürlich kann man auch blocken. Die angepriesene Raffinesse drückt sich im Kontersystem aus. Jeder Charakter kann kontern und damit großen Schaden verursachen. Wer also genug von Button Mashing Beat ‘em ups hat, wird mit Dead or Alive 5 höchst zufrieden sein. Einige Charaktere bringen ihre Gegner auch einfach nur aus dem Gleichgewicht bringen mit einem ihrer Konter, um sie dann mit einem großen Kombo zu bearbeiten. Die Ninjas in der Kämpferriege können sich sogar in manchen Kontern und Kombos teleportieren.

Neu: Powerstöße und Kritischer Burst

Es wurden zwei neue Arten von Angriffen hinzugefügt: den “Kritischen Burst” und den “Power Angriff”. Solche Supermoves liegen im Beat ‘em up-Genre gerade sehr im Trend und unterscheiden sich von Spiel zu Spiel im Detail. Die “Power Angriff” oder auch Powerstoß, wird in diesem Spiel erst bei niedriger Energie freigeschaltet und ist ansonsten nur ein Hieb, für dessen Ausführung es ein wenig mehr Zeit benötigt. Ist die Energieleiste tief genug gesunken, dass der Powertstoß ausgelöst werden kann, blinkt sie rot. Der “Kritische Burst” hingegen ist dafür da, den Gegner ins Schwanken zu bringen, um eine größere Comboserie an ihm zu starten oder um freie Bahn für einen Powerstoß zu haben.

Als würde diese Vielzahl an Raffinessen noch nicht reichen, wurde in Dead or Alive 5 die Interaktion mit den Hintergründen stark ausgebaut. Es sind nicht mehr nur explodierende Wände und Böden und die weiterführenden Ebenen, die das Spielgeschehen spannend abrunden, jetzt mischen sich Militärhubschrauber mit Raketenschüssen, dressierte Zirkustiger, Strömungen, die in Wasserfälle münden und Stahlträger, die von Kränen fallen, mit ein. Man hat den Bogen auch schnell raus und weiß mit Hinter-/Vordergrundlauf den Gegner in die richtige Richtung zu prügeln.

Was gab es je an der optischen Gestaltung von Dead or Alive Spielen zu bemängeln? Auch der 5. Teil präsentiert sich in Spitzengrafik und alle Kämpfer sind mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet. Das Finetuning an den Kämpferinnen und Kämpfern überzeugt, die neuen “Power Attacken” sind genau wie die animationsgeladenen Hintergründe cineastisch inszeniert und die Schweiß- und Schmutzeffekte setzen einem heftigen Kampf am Ende noch das I-Tüpfelchen oben drauf.

Damage Modell: Schmutz und Schweiß

Wenn man allerdings ein längeres Standbild hat, zum Beispiel wenn man verliert, sieht man die Hintergründe von ihrer nicht allzu hübschen Seite. Die Effekte, die Detailpracht und die Lebendigkeit der Hintergründe sind natürlich sehr schön anzusehen, aber ruht das Spiel einmal, sieht man in manchen Stages sehr detailarme Texturen. Das ist natürlich kein großer Abbruch, denn im Vordergrund liegt ja immer noch ein perfekt gestalteter Mensch, den man mit seiner freien Kamera ohne störenden Gegner betrachten kann.

Das Spiel bietet 16 Stages, von einem New Yorker Hausdach, das von einem vorbeifahrenden Zug von einer Brücke aus erfasst wird, über ein Floß, das seine Reise in einer Höhle beginnt und in einer belebten Dschungellichtung beendet, hin zu geheimen Laboren mit Laserverriegelungen und explodierendem Fußboden.

Auch der Ring des 5. Dead or Alive Turniers steht in voller Pracht auf einer Bohrinsel, in dem ihr die ganze Welt an eurem Sieg teilhaben lassen könnt, oder auch an eurer Niederlage. Dabei klingen die Stages, Fighter, Effekte und Menüs auch gewohnt gut.

Es sind zwei Sprachen wählbar: Englisch und Japanisch. Beide Sprachen sind serientypisch auf höchstem Niveau und es entscheidet nur der eigene Geschmack, welche man wählt. Wer die japanische Sprache allerdings bevorzugt, muss leider jedes mal nach dem Starten des Spiels wieder auf diese wechseln, was mit der Zeit sehr nervig werden kann. Wie schon erwähnt, kann man sich alle Fighter als Menüsprecher freischalten und der Soundtrack geht gewohnt von Techno hin zu Hollywood starken Kompositionen.

I’M A FIGHTER

Der Dear or Alive 5 Ring

Wem die KI des Spiels nicht mehr reicht, kann sich in das Online Kampfgetümmel stürzen. Der Onlinemodus gliedert sich genretypisch in Ranglisten-Spiele, Einfaches Spiel und in das Lobby-Spiel. Alle Modi sind sowohl im Einzelkampf als auch im Teamkampf nutzbar.

Sehr praktisch am Onlinemodus sind die vielen Einstellungsmöglichkeiten, die so manchen Genrekollegen ins Hintertreffen werfen. In den Sessions kann man den Host weitergeben, um den Spielfluss der anderen Leute nicht zu unterbrechen. Viele Einstellungen wie die Rundenanzahl, die Rundenzeit usw. können noch nach Erstellen der Session geändert werden. In die Lobby kann man sogar, sage und schreibe, Sessions mit 16 Leuten starten.

Mittlerweile wurde das Spiel auch gepatcht und Bugs, die vorher Ruckler im Lobbymenü und bei der “Throwdown” Funktion verursacht haben, sind nun Vergangenheit. Die Throwdown Funktion ist übrigens auch ein reizvolles Feature. Wenn die Funktion aktiviert wird, werden in den Offline Modi, während der Kämpfe, Onlinespieler angeboten. Man kann sich entscheiden, ob man sein offline Gemetzel für ein paar Runden gegen online Gemetzel eintauscht, danach kann man seinen Offlinemodus an der Stelle weiterspielen, wo man aufgehört hat.

Zum Schluss noch eine kleine Warnung für die Käufer einer gebrauchten Version von Dead or Alive 5. Das Spiel benötigt einen Online-Pass um online spielen zu können und der kostet 10 Euro. Bei einem fabrikfrischen Spiel liegt er mit bei, ist nach der Aktivierung allerdings aufgebraucht und der second Hand Käufer muss sich dann einen neuen kaufen.

Fazit

Mit Dead or Alive 5 macht Tecmo nichts falsch. Multiplattform Erscheinung, gewohnt gute Grafik, toller Soundtrack, angenehm umfangreicher Storymodus, eine Vielzahl von interaktiven Kampfschauplätzen und reichhaltig viele Optionen im Off- und Onlinemodus. Die schönen Kämpferinnen stehen weiterhin im Vordergrund, wobei man in der heutigen Zeit auch ein wenig um mehr Fanservice für das andere Geschlecht bitten könnte. Das Spiel hat nur wenige, kaum nennenswerte Schwächen, nach denen man mit wachem Auge suchen muss, die Ruckler der Onlinefunktionen wurden mittlerweile durch einen Patch ausgebessert.

Für einen Kauf entscheidend sind nur die Fragen, ob man erstens Prügelspiele mag und zweitens, wie dynamisch sich das Kampfsystem anfühlen soll. Dead or Alive 5 baut stark auf dem direkten Schlagabtausch auf und fühlt sich beim Lauf in der Umgebung träge an. Die Eingaben der Moves erfordern eine hohe Präzision und eine Menge Aufmerksamkeit für die Kontermoves. Sollten einem diese Punkte zusagen oder einfach nicht stören, steht einem nichts mehr im Wege, um endlich “ein Fighter” zu werden. Das Spiel wird einen keinesfalls enttäuschen.

Story: Eine typische Beat em’ up Story mit etwas mehr Tiefgang und geschickter Inszenierung. Sie fungiert dabei auch als Tutorial und ist sehr schön anzusehen. 8/10

Gameplay: Die Serie bleibt sich treu und man kämpft weiterhin nach dem “Schere-Stein-Papier” Prinzip. Es wurden trendige Spezialangriffe eingebaut und die Interaktion mit den Hintergründen wurde stark aufgemotzt. Offline sowie Online spielbar. Die Eingewöhnungszeit in das Kampfsystem braucht allerdings mehr Zeit als bei anderen Genrevertretern. 9/10

Grafik: Wundervoll animierte Kämpferinnen und Kämpfer die während der Kämpfe schmutzig werden, detaillierte Schweißeffekte. Die Hintergründe sind eher interaktive Filme mit tollen Effekten, die Texturen schwächeln aber bei näherer Betrachtung stellenweise. 9/10

Sound: Typisch für die Serie gibt es Technomusik bis hin zu Orchestermusik. Mehrere Systemsprecher sind freischaltbar. Englisch und Japanisch als Synchro, hierbei merkt sich das Spiel leider nicht welche Sprache zuletzt eingestellt wurde. 8/10

Sonstiges: Fanservice ist ein weiteres Aushängeschild der Serie. Man kann Fotos von seinen verschwitzen Kämpferinnen und Kämpfern machen. Bei Siegen und Niederlagen, kann man frei mit der Kamera um die Kontrahenten fahren. Leider ist der Fanservice aber zu einseitig. 3 Gastkämpfer und 2 weitere versteckte Kämpfer sind freischaltbar. 8/10

von Kairos

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Montag, 29. Oktober 2012, 19:53

Der Bug mit der Sprachauswahl ist doch schon lange gepatched.^^

Ansonsten guter Test, definitiv eines der mit Abstand besten Spiele 2012.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kanche« (29. Oktober 2012, 20:21)


Kairos

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Montag, 29. Oktober 2012, 20:07

Oh, das ist mir aber peinlich.

Tut mir leid, irgendwann hab ich es aufgegeben immer wieder umstellen zu müssen und hab diese Patch Note wohl übersehn :conf/
Danke fürs Lob :)

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