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Montag, 27. August 2012, 19:57

Angespielt! Metal Gear Rising: Revengeance

Neben The Last of Us, Beyond: Two Souls und Devil May Cry zählt Metal Gear Rising: Revengeance zu den ganz großen Highlights der Gamescom 2013. Vor wenigen Jahren noch bei Kojima Productions unter dem Namen Metal Gear Solid: Rising in Entwicklung, wechselte das Spiel zu den Style-Fetischisten von Platinum Games, welche bereits für Vanquish und Bayonetta großes Lob von Spielerschaft und Presse erhielten.

Bei Kojima Production spielte die Haupthandlung um Protagonisten Raiden noch zwischen Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty und 4 und handelte von der Evolution Raidens zum Cyborg. Der Fokus sollte auf einer sogenannten Cut-Mechanik liegen, welche es dem Spieler erlaubt alles frei nach Willen mit Raidens Schwert zu zerschneiden, und auf Stealth-Action. Nach dem Wechsel des Teams, wechselte auch der Fokus.

Metal Gear Rising: Revengeance

Die Cut-Mechanik blieb erhalten, doch jeglicher Stealth-Kram wurde zugunsten des fetzigen Kampfsystems über Bord geworfen. Zudem spielt Metal Gear Rising: Revengeance nicht mehr zwischen den bekannten Metal Gear Solids, sondern vier Jahre nach Metal Gear Solid 4. Viele Fans des Franchises waren enttäuscht über den Wechsel des Entwicklerteams und befürchten, dass Rising Revengence kein richtiger Ableger wird und das aus dem heiß ersehnten Metal Gear Solid: Rising ein mittelmäßiger Action-Titel wird.

Konami bot bei der Gamescom 2012 die Möglichkeit, Metal Gear Rising: Revengeance anzuspielen und sich selbst von der Qualität des Spiels zu überzeugen. Geboten wurde ein kleines Tutorial-Level, welches dem Spieler die Gameplay-Mechanik näher bringt und so wie es gezeigt wurde nicht in der schlussendlichen Version des Spiels vorhanden sein wird. Nun stellt sich die Frage, ob Rising Revengence auch in Händen von Platinum Games überzeugen kann.

Vier Jahre nach Metal Gear Solid 4 findet man sich als Teil einer Private Military Corperation im Krieg wieder. Als Cyborg-Raiden kämpft man für den Frieden und die Stabilisierung der Welt. Andere PMCs jedoch mischen im Krieg mit, um im Waffenhandel großen Profit schlagen zu können. Nun liegt es an Raiden, diese zu stoppen und dabei mehr über die Drahtzieher und viel wichtiger noch sich selber herauszufinden. Noch ist nicht mehr über die Story bekannt, doch kann man hier wie bei jedem Metal Gear Solid Teil großes Polit-Kino erwarten, da das Szenario fest in Händen von Kojima-Productions liegt.

Metal Gear Rising: Revengeance

Wesentlich mehr Informationen und Material gibt es da schon zum Kampfsystem und den verschiedenen Techniken, die man als Super-Cyborg beherrscht. So werden im Tutorial zwei große Mechaniken vorgestellt, ohne die es im Spiel keinen Weg voran gibt. Zum einen handelt es sich dabei um das sogenannte Zan-Datsu. So heißt die Cut-Mechanik, auf welcher fast das gesamte Marketing beruht, denn das Zan-Datsu erlaubt es dem Spieler, einen Großteil der Gegner und Umgebung frei nach Willen zu zerstückeln.

Hält man die L1 Taste gedrückt, so entsteht ein Zeitlupeneffekt und Raiden zieht sein Schwert. Nun kann der Spieler mit dem rechten Analogstick den Winkel, in welchem er das zu scheidende Objekt, einstellen und dann loshacken. Zumeist endet dies damit, dass das Ziel mit einem sauberen Schnitt in zwei Teile zerschnitten wird. Könnte man jedoch nur einmal schneiden, wäre dies ein starker Bruch des Spielflusses, also haben die Entwickler mit dem Zan-Datsu die Fähigkeit gegeben, den Gegner in wenigen Sekunden regelrecht zu zerhacken. Am linken Bildschirmrand leuchtet eine Anzeige auf beim Aktivieren des Zan-Datsu. Diese zeigt, wie oft geschnitten wurde und in wie viele kleine Einzelstücke das Ziel zerhackt wurde. Je höher die Zahlen sind, desto höher die Punktzahl, die man zum Ende eines Kapitels erreicht. Wofür diese Punkte genutzt werden können, ist leider noch nicht bekannt.

Metal Gear Rising: Revengeance

Diese Mechanik ist nicht nur äußerst effektiv gegen die meisten Ziele, sie sieht dazu noch brachial aus. Man hat wirklich das Gefühlt, Gegner zu zerhacken. Besonders beeindruckend ist dies, wenn man aus dem regulären Kampfsystem heraus das Zan-Datsu benutzt. Mit Hilfe von Quick Time Events kann man den Gegner in die Luft schleudern und hinterher springen. Dabei versetzt man diesem noch ein paar gezielten Tritte und Schläge. Beim Fallen aktiviert man das Zan-Datsu und die Kamera zoomt ins Geschehen um das Hack-Spektakel vom besten Winkel aus zu zeigen. Auf dem Boden angelangt hagelt es Einzelteile vom Gegner herab. Nicht nur, dass man mit dem Zan-Datsu die Feinde direkt vernichten kann. Hat man es mit einer größeren Gruppe zu tun, so kann man gezielt Säulen eines Vorbaus oder Stützpfeiler eines Riesenrads zerschneiden, damit Stein und Metall die Feinde unter sich begräbt. Somit bietet diese Mechanik neben fantastischer visueller Pracht auch noch strategische Freiheit.

Die zweite vorgestellte Technik, die Raiden beherrscht, ist der Ninja-Dash. Hierbei handelt es sich um eine Art erweiterter Sprintfunktion. Der Ninja-Dash kommt effektiv bei geskripteten Szenen ins Spiel, zum Beispiel wenn Raiden von mehreren schwerbewaffneten Kampfjets flieht. Diese Feuern aus allen Rohren und zerstören den Boden unter Raidens Füßen. Auch hier ändert sich die Kameraeinstellung so, dass die bombastische Action und die ganzen fliegenden Bodenteile im Vordergrund stehen. Nun sieht man dabei jedoch nicht wo Raiden hin rennt und welche Objekte sich vor ihm befinden. Hier kommt das einzigartige Feature des Ninja-Dash’s zum Einsatz. In diesem Sprint weicht Raiden automatisch in stylischster Manier so gut wie jedem Objekt automatisch aus. Er springt über Autos und weicht Fässern seitlich elegant aus. Zwar wird der Spieler hier nicht gefordert, doch es sieht einfach Hammer aus. Platinum Games macht seinem Namen wieder alle Ehre und beweist ein weiteres Mal, dass niemand ihnen in der Videospielbranche in Sachen Over-The-Top Style das Wasser reichen kann.

Metal Gear Rising: Revengeance

Selbstverständlich gibt es neben diesen beiden Core-Mechaniken noch das eigentliche Kampfsystem, denn sowohl das Zan-Datsu, als auch der Ninja-Dash stehen dem Spieler nur begrenzt zur Verfügung und die jeweiligen Leisten müssen, wie es sich für einen Cyborg gehört, mit Energiezellen oder ähnlichem aufgefüllt werden. Das Kampfsystem erinnert stark an Bayonetta. Man besitzt zwei verschiedene Angriffe, die sich zu vielen Kombos addieren lassen, dazu kommt noch die Fähigkeit Angriffen auszuweichen und Gegner auch in der Luft zu massakrieren. Alles in allem spielt es sich wie ein flüssiges Hack’n Slay nur mit brillianterer Optik.

Der einzige Bereich, den man bis zum Release noch überarbeiten sollte, ist die Optik. Raiden ist zwar fantastisch animiert und seine Bewegungen wirken real und sind flüssig, doch mischen einige matschige Texturen und ein äußerst starkes Kantenflimmern mit. Dank fehlendem Kantenglätter wird auf der PS3 keine Perfektion zu erwarten sein, aber dennoch ist da noch etwas Luft nach oben. Über das Level und Gegnerdesign lässt sich noch nicht viel sagen, da das gezeigte Material nicht aus dem Spiel stammt.

Bis zum Release 2013 dauert es noch eine gewisse Zeit und somit haben die Entwickler noch genügend Zeit um etwas an der Optik zu schrauben. In Sachen Sound gibt sich das Spiel keine Blöße. Was anderes als fetzige Rockgitarren passen zu so einem Massaker? Nie fühlt sich die Musik deplatziert oder zu übertrieben an. Auch die Soundeffekte stimmen. Jeder Schwerthieb wird als solcher wahrgenommen und zerhackte Gegner plumsen mit passendem Sound zu Boden. Bombastisch Explosionen, einstürzende Gebäude und Maschinen hören sich alle authentisch an und sorgen für ein gewaltiges Feuerwerk für die Ohren.

Metal Gear Rising: Revengeance

Metal Gear Rising: Revengeance ist ein Spiel, dass die Branche lange nicht mehr gesehen hat. Eine solche Obsession an Style und einen solchen Spielfluss erlebt man nur sehr selten. Jede Bewegung von Raiden wirkt als wäre sie gescriptet und jeder Schnitt den man macht treibt einen nur weiter an. Die einzelnen Techniken wie zan-datsu und Ninja-Dash stehen allein schon als nützliches Feature, doch in Kombination entfesseln sie zusammen mit dem normalen Kampfsystem ein Action-Spektakel aller erster Güteklasse. Höher, größer, stärker, bombastischer. Das sind die Schlagworte von Rising Revengence. Auch wenn die Grafik noch nicht ganz stimmt. Es macht höllisch viel Spaß sich mit Raiden durch die Gegnerhorden zu schnetzeln und dabei kein Stein auf dem anderen zu lassen. Es macht höllisch Spaß mit dem zan-datsu die Gegner zu zerhackstückeln und die einzelnen Teile zu zählen. Das Ding macht einfach höllisch Spaß und das macht dieses Spiel aus. Es handelt sich hierbei nicht mehr um ein Metal Gear, so viel ist klar, doch beistzt Rising Revengenace mehr als nur ein paar Argumente um auf eigenen Beinen stehen zu können.

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Mittwoch, 29. August 2012, 13:29

Dabei hätte ich seine Entwicklung zum Cyborg viel lieber miterlebt. :/ Aber die neue Handlung scheint sich nun auch nicht allzu schlecht anzuhören. Auch die beibehaltung der Stealth Mechanik wäre mir um einiges lieber gewesen.

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