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Sonntag, 24. Juli 2011, 14:26

Im Test! One Piece: Gigant Battle

Bevor One Piece mit Unlimited Cruise SP seinen ersten Auftritt auf dem Nintendo 3DS hat, widmet sich Namco Bandai mit One Piece: Gigant Battle noch mal dem betagten Nintendo DS. Gigant Battle ist eine reine Prügelorgie, entwickelt von Ganbarion. Ob Gigant Battle darüber hinaus noch mehr zu bieten hat und ob es überzeugen kann, erfahrt ihr in unserem Test!

Bevor wir einsteigen, bietet sich der Trainingsmodus an. Selbsterklärend, worum es dabei geht. Den ignorieren wir aber zunächst gekonnt, was sich später als verhängnisvoll herausstellen soll. Wir springen also direkt in den Grand-Prix-Modus, das Einzelspieler-Herzstück von Gigant Battle. Eine Hintergrundgeschichte bietet dieser Modus nicht, er orientiert sich aber an der Anime-Vorlage und bietet Schauplätze aus One Piece. Man springt von Insel zu Insel und schlägt sich durch die zahlreichen Missionen. Die ersten Kämpfe gestalten sich noch leicht, doch der Schwierigkeitsgrad zieht extrem an. Wäre es doch erst mal lieber der Trainingsmodus gewesen…

Vor dem Kampf steht die Qual der Wahl

Auswahl des Hauptcharakters

Vor dem Kampf kann man bis zu vier Charaktere auswählen. Dabei steuert man nur einen Charakter direkt, die anderen drei stehen uns unterstützend als Support-Charaktere zur Seite. Über den Touchscreen kann man sie kurzzeitig einsetzen, wenn sie bereit sind. KI-gesteuert prügeln sie dann auf den Gegner ein. Insgesamt gibt es über 70 Charaktere in One Piece: Gigant Battle. Nur einen Bruchteil, nämlich etwa 20, kann man von ihnen allerdings auch tatsächlich direkt steuern, alle weiteren dienen als Partner-Charaktere. Alle Charaktere, sowohl die spielbaren als auch die Partner-Charaktere, schaltet man nach und nach mit bestandenen Kämpfen frei. Zu Beginn steht nur Strohhut Ruffy zur Verfügung.

Abwechslungsreiche Missionen und RPG-Elemente

Die Missionen gestalten sich abwechslungsreicher als gedacht. Es ist nicht allein damit getan, das Gegenüber zu erledigen. Neben den konventionellen Schlageinlagen muss man auch mal mehr Items (z. B. Takoyaki) finden als der Gegner oder eine bestimmte Zeit auf Seifenblasen balancieren, die durch die Gegend fliegen, aber viel zu zeitig platzen. In anderen Missionen heißt es wiederum, einfach nur zu überleben. Oder so viele Support-Charaktere des Gegners wie möglich auszuschalten. Zusätzlich gibt es mitunter Kampfbedingungen. Zum Beispiel muss man sich auf das Werfen von Gegenständen beschränken, weil Angriffe untersagt sind. Oder man darf keine Support-Charaktere nutzen.

Wer genau hinguckt, sieht eine Statusveränderung

Oder man darf einen Kampf nur mit einem bestimmten Charakter bestreiten. Besonders das kann Schwierigkeiten bereiten, wenn man ihn vorher kaum genutzt hat. Dann ist man zum Leveln gezwungen. Aber das kennt man ja von vielen RPGs. Zusätzlich sorgen auch noch Statusveränderungen wie Vergiftung oder Verwirrung für Komplikationen.

Nach jeder Mission gibt es einen Bildschirm mit erreichten Zielen. Für erreichte Ziele gibt es Boni und neue Charaktere. Mal muss man unter einer Zeit bleiben, mal die Mission mit mehr als 50% verbleibenden Lebenspunkten beenden. Am Ende des Kampfes erfolgt außerdem eine Abrechnung der verdienten Erfahrungspunkte und des Geldes. Die EP gipfeln im Levelaufstieg, bei dem man einen Charakter mit zwei neuen Skill-Punkten in den Attributen wie Angriff, Spezial oder Support stärken kann. Das Geld kann man in Geschäften z. B. für neue Attacken ausgeben.

Von Power-Ups, zerstörbarer Umgebung und Achterbahnen

Gegenstände kann man werfen

Ebenso abwechslungsreich wie die Missionen ist das Level-Design. Da ist richtig Bewegung drin. Es gibt viele zerstörbare Elemente, oft mehrere “Stockwerke” und zahlreiche Power-Ups. Neben den Fäusten des Gegners muss man außerdem darauf achten, nicht von herumfahrenden Achterbahnen überrollt zu werden.

Dann wiederum wartet ein Fahrstuhl, oder aber ein Sturm, gegen den man ankämpfen muss. Kisten und andere Elemente kann man zudem aufheben und sie auf den Gegner schleudern. Auch optisch wissen die Schauplätze mit schicken 2D-Hintergründen zu überzeugen.

Zugängliche Steuerung aber happiger Schwierigkeitsgrad

Die Steuerung ist simpel, Kombo-Lexika auswendig lernen ist nicht nötig. Grundsätzlich nutzt man die B-Taste zum Angreifen und die A-Taste zum Springen. Mit der Y-Taste kann man verteidigen und mit der X-Taste greifen, um beispielsweise Gegenstände hochzuheben. Beim Betätigen von allen Tasten gleichzeitig wechselt man in einen Hitzemodus, in dem man stärker ist, aber auch Lebenspunkte verliert (klar, ist heiß). Spezial-Angriffe (mit kurzen Sequenzen im Anime-Stil) kann man mittels Schultertasten auswählen oder über den Touchscreen. Dort sind auch die Partner-Charaktere angesiedelt, die man mittels simplen Touch in den Kampf schickt.

Da wird's schon mal unübersichtlich!

Recht happig ist, wie bereits erwähnt, der Schwierigkeitsgrad. Mal eben im Vorbeigehen siegt man eigentlich nur in den ersten paar Kämpfen. Und wenn eine Mission so frustrierend ist, dass man den DS weglegen möchte, wird es gefährlich für die Spielspaß-Skala. Das kommt zum Glück nur ganz selten vor, denn dem Frust stellt One Piece: Gigant Battle vorbeugend jede Menge Motivation entgegen.

Die vielen, vielen Bonus-Variationen sorgen dafür, dass man sich doch noch mal an einer Mission probiert oder sich zumindest bereits absolvierten Missionen widmet, um aufzuleveln. Denn hier und da bleibt beim Spielen immer ein Missions-Ziel unerreicht. So kann man drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Ziele erreichen, Boni einsacken und Erfahrungspunkte für den aktuellen Frust-Level scheffeln. Zudem steht auch noch die Möglichkeit zur Verfügung, für Geld Missionen zu überspringen und so zumindest erstmal weiterzuspielen.

Auswahl der Missionen

Wie es sich für einen Prügler gehört, gibt es natürlich auch einen Multiplayermodus. Allerdings nur lokal, nicht online. Dafür können bis zu vier Freunde ein Modul teilen, dann allerdings mit eingeschränkten Funktionen. Neben dem Grand-Prix-Modus wartet dann auch noch die Thousand Arena für Einzelkämpfe. Die grafischen Möglichkeiten für Ruffy und Co. sind natürlich limitiert. Aber Gigant Battle gefällt mit schönen 2D-Hintergründen, schicken Charakter-Modellen und ein paar feinen Effekten, natürlich immer gemessen an der Hardware. Die Sprachausgabe ist komplett japanisch (ohne Untertitel). Das stört aber nicht, sondern sorgt im Gegenteil für Atmosphäre. Die Texte und Menüs wurden aber natürlich ins Deutsche übersetzt.

Fazit – Überraschend unterhaltsam!

One Piece: Gigant Battle ist ein überraschend unterhaltsames Nintendo DS Beat’em Up. Ein Mix aus einerseits simpler Steuerung und andererseits happigen Schwierigkeitsgrad macht Gigant Battle sowohl für Genre-Fans, als auch für Neueinsteiger interessant. Gigant Battle schwankt stellenweise sehr nah an der Frust-Grenze. Aber dank haufenweise Bonus-Inhalten, Charakteren und Missionszielen fühlen sich beide Gruppen genötigt, eine fiese Mission doch noch mal zu probieren. Die Level sind abwechslungsreich, kunterbunt und vollgepackt. Wenn dann auch noch etliche Kämpfer hinzukommen, wird es schon mal ein wenig unübersichtlich. Der “Story-Modus” hätte wohl besonders für One Piece Fans auch tatsächlich noch ein bisschen mehr “Story” verdient. Trotzdem: Gigant Battle ist nicht nur für One Piece Fans empfehlenswert.

Hinweis: Die Texte im Spiel sind natürlich komplett Deutsch.

 

 

Story: Okay, es ist ein Beat’em Up. Aber ein bisschen mehr hätte es im Einzelspielermodus sein dürfen. Gerade für Anhänger von One Piece. (4/10)

Grafik: Schicke 2D-Hintergründe, schöne Charaktermodelle, ein paar nette Effekte und hübsche Anime-Schnipsel. Viel mehr ist auf dem DS auch nicht drin. (7/10)

Gameplay: Happiger Schwierigkeitsgrad, zugängliche Steuerung. Viel Motivation. Ein gelungener Mix. Ein Beat’em Up, das Spaß macht. Was will man mehr? (8/10)

Sound: Ein solider Soundtrack, der zumindest nicht negativ vom hektischen Kampfgeschehen ablenkt. Sympathische japanische Originalsynchro. (6/10)

Sonstiges: Ein abwechslungsreiches Missionsdesign. Hier wird nicht nur geprügelt. (8/10)

 

Getestet von Prevailer

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Brandybuck« (1. August 2011, 17:17)


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