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Zweistein

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Prev-Award 2013 Ivalice Award 2008 - Gunblade Heldenklinge Spiegelschild Treuezertifikat

1

Donnerstag, 9. Juli 2009, 09:00

Generation Depression?

hi leude

ich weiss, es gibt nen Anti Depressions Thread, aber da geht es irgendwie nur darum was ihr macht, wenn es euch schlecht geht. hier solls aber wirklich um die krankheit gehen.

ich hab heute folgenden artikel gelesen, der micht sehr nachdenklich gemacht hat:

Zitat

Glücklichmacher boomen bei den Jungen
So jung und schon so traurig: Die Zahl der depressiven Jugendlichen nimmt rasant zu. Bereits müssen Kliniken Wartelisten führen.

Wohlstand, Frieden, Freiheit: Man sollte meinen, nirgends geht es Jugendlichen besser als in der Schweiz. Doch der Schein trügt. In Roman Schmids Bellevue-Apotheke in Zürich hat sich die Zahl der verkauften Antidepressiva innert zehn Jahren verdreifacht. Auch bei der Bahnhof-Apotheke Luzern gehen die Psychopharmaka dreimal häufiger über den Ladentisch; in den Apotheken in Basel und Bern beobachtet man einen regelrechten Run auf die Glücklichmacher-Pillen.

Felix Schneuwly von Santésuisse bestätigt: «Der Verkauf von Antidepressiva ist im Vergleich zu anderen Medikamenten in den letzten Jahren überdurchschnittlich angestiegen.» Vor allem die 20- bis 30-Jährigen griffen viel häufiger zur Pille, sagt Apotheker Schmid. Berufskollegin Helga Grafe stellt fest: «Noch vor fünf Jahren waren die Jüngsten 23, heute kommen bereits 16-Jährige.»

Auch in den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diensten (KJPD) steigt die Zahl der jungen Depressionspatienten: Im KJPD Zürich nehmen die Anmeldungen der psychisch Erkrankten jährlich um bis zu 10 Prozent zu. Im Kinderspital Luzern ver­dreifachte sich in den letzten zehn Jahren die Anzahl der Patienten.
Quelle: www.20min.ch
Ganzer Artikel: Hier klicken


die zahlen spiegeln natürlich nur die situation in der schweiz wieder, aber ich kann mir vorstellen, dass es in Deutschland und österreich ähnlich aussieht. vielleicht ist es in der schweiz aber noch schlimmer, da ich mal gelesen habe, dass wir eine der höchsten suizidraten europas haben. obwohl es unserem land eigentlich hervorragend geht.

Woran denkt ihr, dass es liegen könnte? redet man heute nicht mehr über seine probleme und staut sie einfach auf, bis man ne richtige depression entwickelt?
Immer grösser werdender leistungsdruck der gesellschaft?
allgemeines pillenverschreibe problem? ich meine kindern, die laut und "zappelig" sind, gibt man ja heutzutage ritalin wie wenn es smarties wären...

ich persönlich könnte mir gut vorstellen, dass es ein mix der oben genannten probleme ist! in der heutigen zeit ist man doch wirklich gedrängt dazu karriere zu machen und gute leistungen zu bringen... man will ja schliesslich in wirtschaftlich schwierigen zeiten nicht negativ auffallen und seinen job riskieren.

ich denke mir, dass es heute immer mehr einzelgänger gibt, die nicht mehr so den kontakt zur gesellschaft suchen. da kann man ja nie bei einer vertrauensperson "dampf" ablassen und mal über etwas reden, was einen bedrückt. also ein gesellschaftliches problem? hört vielleicht auch niemand mehr richtig zu?

Hat man vielleicht gar keine depressionen und bekommt trotzdem antidepressiva? und wird dadurch fast noch kränker, weil man sich für depressiv hält, obwohl es einem zur zeit einfach mies geht?

für mich ist es recht schwer nachzuvollziehen wie es ist depressiv zu sein, da ich mich selber als sehr positiven und lebensfrohen menschen sehe. ich hoffe aber niemandem mit meinen äusserungen/vermutungen auf die füsse getreten zu sein.

wie seht ihr das?
mfg Zweistein

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Zohar Vinc-Doll Basch Deluxe Kristall Schatzkristall

2

Donnerstag, 9. Juli 2009, 11:23

Wir leben in einer Zeit, in der für jeden Scheiß Antidepressiva und Pillen verschrieben werden. Zappelt ein Kind zu oft rum kriegt es Ritalin oder anderes Zeug reingeballert, früher hatte man noch Elektroschocks für sowas aber heute eben Pillen die viel schlimmer auf lange Sicht wirken, aber mal eben so verschrieben werden ohne das Mama und Papa sich mies fühlen müssen.

Depressionen sind doch auch nix neues, jeder Mensch ist mal depressiv oder eben mies drauf, wobei es seit einiger Zeit bei der Jugend ja fast schon cool geworden ist und glorifiziert wird. Auch wenn deren Probleme im Gegensatz zu denen anderer Leute minimal sind. Sei es die Trennung einer Lieblingsband oder dass das Lieblingshaustier wegläuft.

Zitat


ich denke mir, dass es heute immer mehr einzelgänger gibt, die nicht mehr so den kontakt zur gesellschaft suchen. da kann man ja nie bei einer vertrauensperson "dampf" ablassen und mal über etwas reden, was einen bedrückt. also ein gesellschaftliches problem? hört vielleicht auch niemand mehr richtig zu?
Dafür haben wir das Internet. Erzählte man früher seien Probleme seinem besten Freund/Freundin die man seit dem Kindergarten kennt, erzählt man es heute eben Wu Jing aus Korea. Oder eben Steven Smith aus den Staaten. Die Chance die beiden mal zu treffen sind nahezu minimal, daher können sie diese Information auch nicht ausnutzen um einem wehzutun.

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