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46

Mittwoch, 14. Januar 2015, 18:34

Unabhängigkeit ist auch definitiv eine Menge wert und es ist nie gut wenn man in jedem Notfall zu anderen rennen muss!
Allerdings sehen manche Leute es eher als Einschränkung ein, wenn man einen Beruf ausübt der einem nur Bauchschmerzen bereitet.
Man muss dann da einfach drüber stehen oder sich etwas angenehmeres suchen.

Zum Glück leben wir aber in einer Zeit in der man nicht automatisch schlecht verdient, nur weil man etwas tut, was man tun will.
Die Option ist zwar nicht für alle gegeben, ist im Vergleich zu vielen anderen Ländern oder einer anderen Zeit, zu mindest theoretisch möglich.

Aber einfach nur Füße hochlegen und die Träume erfüllen sich von alleine ist nicht drin. Das ist nur wenigen vorbehalten.

47

Sonntag, 18. Januar 2015, 20:10

Hallo zusammen,
zu diesem Thema hier möcht ich doch auch ein bisserl meinen Senf dazu geben.

Ob es einem in der Arbeit auf Spass oder Gehalt ankommt, sollte man zu Anfang einer Lehre oder beim planen der Karriere eher etwas weiter hinten anstellen. Mir persönlich war es nach der Schule sehr wichtig in einem industriellen Betrieb unter zu kommen, da ich einfach schon sehr früh wusste, ich will techn. Zeichner werden. Damals hatte ich noch das Glück, mir eine von drei Lehrstellen aussuchen zu können, und die beste Adresse hab ich mir dann auch geschnappt. Das Geld war für damalige Azubiverhältnisse überragend. Mit ca 800DM auf der Hand konnte man sich schon etwas gönnen, und man konnte es sich leisten auch etwas beiseite zu legen. Durch diese Entscheidung hab ich mir eigentlich schon unbewusst den Grundstein für die Zukunft gelegt.
Was ich damals natürlich noch nicht bedacht habe, dass es so viele Möglichkeiten gibt, trotz nur mittlerer Reife und Lehre die Karriere mit Weiterbildungen und diversen Kursen, sowie Scheinen (AdA/Refa) in eine positive Richtung zulenken.
Wenn ich so zurückblicke hab ich für mich bisher immer das Möglichste rausgeholt, aber schluss ist damit noch nicht =)
Mein Fazit wäre, dass der Job das Geld bringen muss und die Kollegen den Spass.
Das ist etwas, was mir an meinem Job sehr sehr wichtig geworden ist.

Hätte ich nach der Lehre erkannt, dass das für mich nicht das richtige ist, hätte ich es auch nicht viel anders gemacht, als ihr CloudAC und Hope. Es kostet zwar Zeit, geld und Nerven aber es ist am Ende jede Mühe wert. Vor allem wenn der neu gelernte Job einem dann mehr Geld einbringt und zudem vielleicht noch ein wenig mehr Spass macht.

_Antiheld

Himmelsräuber

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48

Dienstag, 21. April 2015, 12:40

Als angehender Lehrer bin ich mit meinem Gehalt durchaus zufrieden, jedoch habe ich den Berufsweg definitiv nicht aufgrund der Bezahlung gewählt.

Für mich gibt es zwei Kategorien, die noch wichtiger sind: Sicherheit und Sinnhaftigkeit.

Gerade wenn man heute Haus, Familie und Co haben will ist es ja auch wichtig zu wissen, dass der Job sicher ist oder dass man zumindest schnell was anderes findet, was einem ebenfalls die Existenz sichert. Die Verbeamtung ist daher für mich viel reizender, das Gehalt des Lehrers selbst ist für einen Akademiker wohl eher unterer Durchschnitt.

Weiterhin bin ich ein sehr politischer und sozial engagierter Mensch. Ich habe daher an meinen Beruf den Anspruch, dass er gesellschaftlich sinnvoll ist. Ähnlich wie mir Sicherheit wichtiger als Geld ist, ist mir Sinnhaftigkeit wichtiger als Spaß.

Ich hoffe mit meinem zukünftigen Beruf alles vereinen zu können.

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Peridot Goldgil-Erz Steinchen Steinchen Formel zum Reichtum

49

Sonntag, 10. Mai 2015, 21:02

Ich würde sagen grundsätzlich sollte man einen Beruf wählen der einem gefällt bevor man aufs Geld schaut.

Ich selbst hab mich aber da nicht wirklich an meinen eigenen Vorsatz gehalten. Ich arbeite in einer Kommune bei einer Friedhofsverwaltung. Heißt zu mir kommen Leute die grade einen Angehörigen verloren haben um über die Bezahlung von z.B. Grabkosten oder ähnliches zu sprechen. Und grundsätzlich gefällt mir auch mein Job. Die Bezahlung ist ok und ich kann Leuten helfen. Ich bin nicht einer der alles probiert um möglichst schnell an die Kohle der Leute zu kommen sondern wenn die mal n halbes Jahr länger brauchen um zu bezahlen, ja mein Gott dann brauchen se halt.
Außerdem können die Leute mit mir auch oft nochmal über Ihren Verlust sprechen. Ich bin da sowas wie ein kleiner Psychater für sie.

Der Haken bei dem ganzen ist eher aus der Chefetage. Ich hab zwar grundsätzlich viele Freiheiten aber die Mittel mit denen wir unseren Job machen müssen sind lausig. Das fängt mit den alten PCs an, über die Programme die fast nie laufen wie sie sollen bis hin zu der eher schlechten Personalsituation.
Wir sind nur zwei Halbtagskräfte und ich (Vollzeit) in der Abteilung. Wir schaffen unsere Arbeit grade so ohne dass die Kunden drunter leiden müssen. Das saugt manchmal wirklich Kräfte aus einem heraus.

Sowas denke ich kann einem aber in jedem Job passieren, deshalb sollte man immer schauen dass man das Beste aus seiner Situation macht und im Zweifel kann man ja immer noch einen anderen Weg einschlagen ^^
Nep Nep is love
Nep Nep is Life

50

Samstag, 16. Mai 2015, 13:32

Da mittlerweile einige Jahre ins Land gegangen sind und ich die Praxis des Berufslebens besser kenne würde ich mehrere Punkte dazuzählen.
- Gehalt
-Spaß
- Weiterbildung / Karriere /Selbstverwirklichung
- work/life Balance

Ich habe die Erfahrung gemacht das es annehmbar ist wenn einer dieser Punkte nicht passt. Es ist doch sehr schwer den optimalen Beruf zu finden. Auch zwei Punkte sind über kurze Zeit annehmbar, jedoch nicht für ewig wenn man ein gesundes Maß an Ehrgeiz besitzt.

Ich hatte in meinem letzten Job sehr viel Spaß, leider hat das gehaltliche nicht gepasst und Karriere war auch nicht möglich. Ich habe fast täglich nach anderen Möglichkeiten gesucht. Dann hatte ich endlich die Chance und bin an die Spitze der Entwicklung neuer Technologien angelangt. Gehalt ist super, Karriere und Weiterbildung auch, aber der Spaß ist aufgrund des Drucks leider etwas auf der Strecke geblieben.
Trotzdem würde ich nicht zurück wechseln.

51

Sonntag, 5. Juli 2015, 21:22

Ein Thema, welches mich momentan auch wieder ein wenig beschäftigt. Dass sowohl die Bezahlung als auch der Spaß von Bedeutung sind, wurde hier schon oft genug festgestellt, leider geht auf Dauer das eine nur schlecht ohne das andere. Da es schwierig ist einen Beruf zu finden, in dem sich beides wirklich die Waage hält, ist die Frage danach, was für einen persönlich wichtiger ist, regelmäßig einige Überlegung wert.

Ich hatte vor ein paar Jahren schon mal einen Blick in diesen Thread geworfen und wahrscheinlich wäre meine Antwort so kurz vor dem Abi etwas anders ausgefallen als heute - Hauptsache endlich Geld verdienen und ausziehen. Ein Hobby zum Beruf zu machen ist unrealistisch, brotlose Kunst schlimmstenfalls.
Inzwischen, ein halbes FSJ und eine Ausbildung (Bankkauffrau) später und nun mitten im Studium, bin ich der Ansicht, dass mir letztendlich der Spaß um einiges wichtiger ist als ein hohes Gehalt und wünschte mir ein wenig, dass ich damals mehr Zeit in die Ausbildungssuche investiert und mehr Selbstvertrauen gehabt hätte. Oder vielleicht auch nur den Mut, meine Ausbildung abzubrechen und etwas anderes auszuprobieren. Mag vernünftig sein, auf den Lebenslauf zu achten und etwas Begonnenes zu beenden, aber gleichzeitig sollte man auch das eigene Alter im Blick behalten und lieber früher als später einen Wechsel wagen.

Dennoch bin ich derzeit insgesamt zufriedener als zur Erstausbildung und bereue meinen Entscheidungen nicht allzu sehr, was u.a. daran liegt, dass für mich die Freude am Beruf nicht mehr nur hauptsächlich die Tätigkeit ausmacht, sondern auch andere Aspekte wie Sicherheit, Kollegen, Kunden, Arbeitgeber/Vorgesetzte, Stresslevel, Aufstiegschancen, Fortbildungsmöglichkeiten, Arbeitszeiten etc. zu einem großen Teil mit einfließen (siehe auch Vorposter). Man wird nur selten alles haben können, irgendwo müssen immer Abstriche gemacht werden, aber was nützt einen übertrieben gesagt ein Topgehalt, wenn man täglich von Mitarbeitern und Kunden vollgenörgelt wird, der Boss nie zufrieden ist, ständig der Ärger mit nach hause genommen wird und man keine Zeit mehr für sich selbst oder irgendwelche Ausweichmöglichkeiten hat?

52

Sonntag, 5. Juli 2015, 23:43

Mag vernünftig sein, auf den Lebenslauf zu achten und etwas Begonnenes zu beenden, aber gleichzeitig sollte man auch das eigene Alter im Blick behalten und lieber früher als später einen Wechsel wagen.
Das würde ich nicht so eng sehen. Ich habe nach dem Realschulabschluss auch erst eine Ausbildung gemacht. Inzwischen habe ich das Abi nachgeholt und werde bald studieren und auch wenn die Ausbildung nicht genau das war, was ich mir vorgestellt habe, bereue ich nichts. Ich denke es ist nicht verkehrt, wenn man die Ausbildung auch als "Orientierungsphase" nutzt. Wenn man nicht gerade schwerwiegende Probleme damit hat, würde ich sie auch durchziehen, weil eine Ausbildung heute einfach unglaublich viel wert ist. Egal was man später macht, die Ausbildung kann einem niemand mehr nehmen und man hat damit immer ein Ass im Ärmel.

Viel schlimmer finde ich es da, wenn man zig Ausbildungen anfängt, abbricht und nicht wirklich vorankommt. Die Zeit die man damit verschwendet, wäre mir viel zu kostbar.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »zwiebelritter« (5. Juli 2015, 23:43)


53

Montag, 6. Juli 2015, 18:21

Zitat von »zwiebelritter«

Wenn man nicht gerade schwerwiegende Probleme damit hat, würde ich sie auch durchziehen, weil eine Ausbildung heute einfach unglaublich viel wert ist. Egal was man später macht, die Ausbildung kann einem niemand mehr nehmen und man hat damit immer ein Ass im Ärmel.
Dem muss ich so auch zustimmen. Ich hatte bei meinem Beitrag weniger an Probleme wie kurze Motivationstiefs, ein bisschen Stress mit Kollegen oder Langeweile gedacht (das kommt sicherlich in jedem Job mal vor und ist kein Grund gleich hinzuschmeißen), sondern eher so etwas wie die Feststellung gemeint, dass der jeweilige Beruf absolut nicht den eigenen Vorstellungen entspricht und man in diesem Feld keine Zukunft für sich sieht. Natürlich wird aber selbst dann ein Abbruch nur sinnvoll sein, wenn man schon eine Alternative in Aussicht hat. Und ja, wenn man vorhat, die bereits dritte oder vierte Lehre unabgeschlossen an den Nagel zu hängen, dann sollte man sich das vorher nochmal ganz besonders gründlich durch den Kopf gehen lassen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gunma« (6. Dezember 2017, 16:29)


54

Mittwoch, 7. Juni 2017, 14:23

Work-Life Balance ist mir das Wichtigste: Ich arbeite, um meine Hobbies zu finanzieren.

Klar, ich würde beruflich auch lieber etwas mit Japanisch machen, aber das Studium war schon alleine deswegen nicht umsonst, weil ich dadurch die japanische Subkultur in Form von Games, Filmen, Manga, Büchern, etc konsumieren kann.

Vom Gehalt her kann ich nicht klagen, und ich habe nur 10 Minuten zu Fuß zur Arbeitsstätte - paßt also eigentlich alles. :)


「いくら逃げようとしても、避けられぬ。殺したくなくても、切らされる。」  -あずみ

Mein Streaming-Kanal auf Twitch: www.twitch.tv/aragami2k
Unter Anderem gibt es hier brandaktuelle japanische Games im O-Ton mit Synchronübersetzung zu sehen.

55

Dienstag, 1. August 2017, 22:20

Naturwissenschaften auf der Uni sind genauso brotlos, glaubs mir :D Wenn du was in der Richtung machen und gut Geld verdienen willst, ist dir besser geholfen, du absolvierst z.B. eine Fachhochschule, die in eine naturwissenschaftliche Richtung geht.

Naturwissenschaften auf der Uni sind genauso brotlos, glaubs mir :D Wenn du was in der Richtung machen und gut Geld verdienen willst, ist dir besser geholfen, du absolvierst z.B. eine Fachhochschule, die in eine naturwissenschaftliche Richtung geht.


Das ist ein Gerücht. Ich musste mir als Bachelor FH meinen Weg hart erkämpfen. Uni Absolventen werden einfacher in großen Unternehmen eingestellt.

Spaß oder Geld, ich habe mich mittlerweile zum zweiten Mal für Geld und Karriere entschieden. Es war wirklich ein Trade-off. Die Kollegen in der ersten Firma waren sehr lustig und gehören seit 7 Jahren zu meinen engsten Freunden. Das zweite Unternehmen zahlte besser, die Kollegen waren auch super und die Aufgaben waren herausfordernd. Aber ich habe dort sehr gute Kollegen gehabt mit denen ich Spaß hatte, keine dicksten Kumpels wie im ersten Unternehmen. Das dritte Unternehmen hat mich teuer abgeworben. Ich verdiene mittlerweile wie ein Manager, arbeite an richtig geilen Sachen, habe alle Freiheiten und eigentlich ist sowieso alles besser. Dafür haben die Kollegen alle einen Stock im Arsch. Jeden Witz muss man als solchen deklarieren damit er verstanden wird :/ Man wird sogar für Kaffeepausen schief angesehen.

Würde ich mich wieder so entscheiden... ja!
Den mein Leben findet nicht nur in den 8 Stunden statt. Man muss den Spaß der restlichen 16 Stunden mitzählen. Es geht mir nicht um Statussymbole, sondern darum das meine Familie es leichter hat.
z.B kann meine Frau sich Um das Kind kümmern, wir verreisen gerne und allgemein ist Geld eher eine Nebensache.

Spaß oder Geld, ich würde mich für Geld entscheiden und versuchen so viel Spaß raus zu holen wie es geht.

PS: ich rede von Spaß im Sinne von etwas in der Arbeitszeit erleben das dich dazu bringt voller Freude zur Arbeit zu gehen. Ich rede nicht von einer Arbeit die die eigene Würde oder Überzeugungen verletzt. Ich würde für kein Geld in die Waffenibdustrie wechseln. Auch würde ich mich für kein Geld von einem Choleriker anschnauzen lassen oder von Kollegen mobben lassen. Die Grundbedingungen müssen immer passen.

56

Donnerstag, 30. November 2017, 09:06

Ich als Lehramtsstudentin muss mir mein täglich Brot selber verdienen; ich möchte es andererseits auch. Ich brauche neben dem Studium eine Art "Ausgleich".

Ich hatte jetzt 1,5 Jahre einen Nebenjob in einer kleinen Boutique in einem Einkaufscenter, doch im Oktober musste der Laden leider schließen. Ich hatte wenn ich ehrlich bin auch die ganze Zeit über nur Probleme in dem Laden: Es gab keinen Vetrag für mich. Teilweise hatte ich im Monat grade mal 25-30 Stunden anstatt der 50. Das lag nicht an mir sondern an dem Stundengeklaue durch gewisse Kolleginnen. Und als der Laden geschlossen wurde durfte ich meinem Geld per Anwalt hinterherlaufen.

Nun bin ich seit Anfang November immer noch in dem Einkaufscenter, aber in einem anderen Geschäft, welches zu einer amerikanischen Bekleidungskette gehört.Ich habe einen Vertrag. Ich komme immer auf meine vollen Stunden. Ich habe bezahlten Urlaub. Ich werde bei Krankheit bezahlt. All das, was ich bei dem alten Job nicht hatte. Und ich bin einfach nur mega happy! Ich habe in dem Laden so viel Spaß; meine Chefin ist der Hammer; alles läuft per "DU"; alles auf einer ganz anderen Ebene.

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