Opendownload.de gehört ebenfalls zu diesen dubiosen Internetfirmen. Als ich meinen neuen Rechner aufstellte und ich nach OpenOffice googlete war OpenDownload.de die erste Seite, die ich fand. Ich für meinen Teil hielt es für die offizielle Seite, und wunderte mich dadurch auch nicht darüber, dass mehr Daten als nur meine eMail-Adresse beim Download angefragt wurden. Kurze Zeit später erhielt ich schon eine erste eMail, in der Stand, ich habe ein zweijähriges Abo abgeschlossen, welches immer für ein Jahr im Vorraus zu bezahlen ist, und welches 8€ pro Monat, also auch 96€ im Jahr, kostet.
Das machte mich natürlich etwas skeptisch, weswegen ich mir die Seite mal genauer anschaute. Schon lustig, der Preis ist versteckt und ganz klein am Rand am stehen, und in den AGB's steht der nette Zusatz "Ich verzichte auf mein Widerrufsrecht". Zum Glück kannte ich mich ein wenig mit dem HGB aus, weswegen ich merkte, dass da was nicht stimmt.. weswegen ich dennoch von meinem Widerrufsrecht gebrauch machte. Darauf hin folgte die Drohung das ganze vor Gericht zu ziehen, da meine IP gespeichert wurde und ich so ja eindeutig zu identifizieren sei. Angemerkt wurde auch, dass sie Gerichtskosten sich auf eine vierstellige Zahl belaufen würden, die ich zu tragen hätte und und und..
Ab dem Punkt ignorierte ich jegliche Schreiben dieser Firma, insgesamt 4 Stück. Schreiben für Schreiben wurde damit gedroht, das Ganze vor Gericht zu ziehen. Am Ende entschied ich mich nochmal, ihnen eine Antwort zuzusenden, die praktisch die Andeutung enthielt, dass die Betreiber von OpenDownload.de wenn sie nicht schleunigst damit aufhören, mich zu bedrohen, mit einer Anzeige wegen u.a. Nötigung zu rechnen hätten. Daraufhin kam dann keinerlei Drohung oder Einschüchterungsversuch mehr.
Grundsätzlich gilt aber, dass der Zusatz der AGB's, dass man auf sein Widerrufsrecht verzichtet, gesetzlich nicht gültig ist, und das auf Kosten beim Kauf von Waren oder Dienstleistungen im Internet deren Preis eindeutig beim Bestellvorgang zu erkennen sein muss. Sind Preise versteckt, muss man einfach Widerspruch einlegen. Danach können Firmen wie OpenDownload zwar drohen und mahnen, wie sie wollen, aber vor Gericht ziehen könnten sie niemals. Ich glaube, ein mal tat es eine solche Firma, und sie verlor das Verfahren.
Man sollte einfach im Hinterkopf behalten, dass diese Leute ihr Geld damit verdienen, Menschen einzuschüchtern. Viele haben Angst vor den hohen Gerichtskosten die ihnen angedroht werden, und bezahlen deswegen. Fakt ist aber: Solche Firmen würden jedes Gerichtsverfahren verlieren, und das wissen sie auch. Ginge das ganze vor Gericht wären sie es auch selber, die die Kosten zu tragen hätten.