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Girly Times Mithril-Erz Mithril-Erz Mithril-Erz Mithril-Erz

1

Montag, 23. Januar 2012, 10:14

Gefühlswelt - Tiere & Menschen

Inspieriert von diesem Video:

Und diesem Thread:
Videos, die bewegen
Kam eine Diskussion zustande, inwiefern sich die Gefühle von Menschen decken und ob sie überhaupt bei Tieren vorhanden sind.

Ring frei und habt euch lieb.

EDIT: Man beachte Postings 19-43

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Zweistein« (23. Januar 2012, 11:06)


2

Montag, 23. Januar 2012, 10:24

vielleicht sollten wir, um eine grundlage für eine diskussion zu schaffen, erstmal definitionen sammeln, was gefühle sind. ich fange einfach mal mit ner eher sachlichen definition an:

"Glücksgefühle, Angstzustände oder Depressionen werden vom Gehirn gesteuert. Von Hormonen (Winzig kleine chemische Verbindungen aus Eiweiß, Kohlen- und Wasserstoff). Wenn wir glücklich sind, schüttet unser Gehirn Endorphin (eine opiumähnliche Substanz) aus. Aber auch Adrenalin, Noradrenalin, Cortison und Prolaktin. Diese Hormone lassen Schmerzen vergessen, versetzen Menschen in kleine Rauschzustände. Bei Trauer und Depressionen stimmt der Botenstoffwechsel im Gehirn nicht. Signale werden von einer Nervenzelle zur anderen nicht richtig weitergegeben. Folge: Man fühlt sich niedergeschlagen, ausgelaugt (burned out)."

da es keine allgemein gültige wissenschaftliche definition von gefühlen gibt, gehen wir hier natürlich nur von arbeitsdefinitionen aus.

[edit]hier ein auszug aus einem focusartikel von 1995:

"Volker Sommer, Primatenforscher an der Universität Göttingen, zieht daraus deutliche Schlüsse: „Da Gefühle auf materiellen Prozessen beruhen, wäre es absurd, unseren Verwandten ein dem Menschen vergleichbares Empfindungsvermögen abzusprechen.“ Je näher uns die Tiere verwandt sind, desto eher billigen ihnen die Forscher Gefühle zu. Über das Gefühlsleben von Primaten, Elefanten und Delphinen erzählen sie sich die meisten Geschichten, über die niederen Säuger schon weitaus weniger. Und im Quaken der Frösche oder dem Schwänzeltanz der Bienen hat bisher noch niemand nach emotionalen Botschaften gefahndet.

Seit 20 Jahren beobachtet die Amerikanerin Cynthia Moss Elefanten im kenianischen Amboseli Nationalpark. Dabei hat sie reichlich Tränen fließen sehen – Freudentränen, die den Tieren aus Drüsen an den Schläfen rinnen.

Besonders in Familienangelegenheiten haben die Dickhäuter nah ans Wasser gebaut. Einmal wurden die Elefantin Emily und ihre beiden Jungen, Eudora und Emo, vom Rest der 14köpfigen Familie getrennt. Eine Woche später begegnen sich die beiden Gruppen wieder. Von weitem schon trompeten sie Grüße. Emily und ihre Jungen eilen rufend und triefend auf ihre Angehörigen zu. Emily schiebt ihre Jungen zur Seite, um Echo zu begrüßen, die Matriarchin der Familie. Die beiden erheben die Köpfe, stoßen die Stoßzähne klingend aneinander, umschlingen die Rüssel, heben und senken die Ohren. Sie brüllen, poltern und trompeten. Sie drehen sich umeinander, wirbeln im Kreis. Sie urinieren und defäkieren. Die anderen Familienmitglieder stimmen ein, der Lärm ist ohrenbetäubend"

wer den ganzen artikel lesen will http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/…aid_156760.html

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tydus« (23. Januar 2012, 10:30)


Alhym

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Montag, 23. Januar 2012, 11:03

Ich finde es cool, dass der eine Elefant Emo heißt, wenn wir über Gefühle diskutieren :D

Ich weiß zwar nicht, wieso meine Aussage noch immer so falsch verstanden wird, aber ich habe den Tieren nie eine Gefühlswelt abgesprochen. Mir geht es nur darum, dass wir in gewissen Verhalten von Tieren vielleicht zuviel reininterpretieren.
So wie mit diesem Katzenvideo, wo manche Leute eine "Herzmassage" gesehen haben, obwohl das ein normaler Milchtritt ist. Meine Katzen wären extrem bescheuert, wenn sie meinen Kissen, Stühlen und Oberschenkeln Herzmassage geben wollen würden ^^

Wenn ich mir das Ganze verhalten der Katze ansehe, bin ich eher verwirrt. Ich denk mir die ganze Zeit beim Video: Was zum Geier macht die Katze da? Alles, was ich da sehe, ist, dass die Katze sich einen gemütlichen Platz zum Liegen vorbereitet. Genau solche Bewegungen machen Katzen dann nämlich. Milchtritt, dann hinlegen.

Es ist gut möglich, dass sie da trauert. Aber das sehe ich persönlich nicht an ihrer Körpersprache.

Was eigentlich mein einziger Punkt war: Dass es Interpretationssache bei Tieren ist, weil ja Menschen das direkt sagen können.

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Montag, 23. Januar 2012, 11:08

Leider ist es auf Grund des Timecodes der Postings nicht möglich diese hier hin zu verschieben, da sie dann vor dem startpost auftauchen. Schade, da echt schon viel interessantes gesagt wurde. falls gewünscht verschieb ich die postings trotzdem und verweise vielleicht im dadurch entstehenden startpost auf die entstehung der neuen reihenfolge.
mfg Zweistein

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5

Montag, 23. Januar 2012, 23:11

"Volker Sommer, Primatenforscher an der Universität Göttingen, zieht daraus deutliche Schlüsse: „Da Gefühle auf materiellen Prozessen beruhen, wäre es absurd, unseren Verwandten ein dem Menschen vergleichbares Empfindungsvermögen abzusprechen.“ Je näher uns die Tiere verwandt sind, desto eher billigen ihnen die Forscher Gefühle zu. Über das Gefühlsleben von Primaten, Elefanten und Delphinen erzählen sie sich die meisten Geschichten, über die niederen Säuger schon weitaus weniger. Und im Quaken der Frösche oder dem Schwänzeltanz der Bienen hat bisher noch niemand nach emotionalen Botschaften gefahndet.
Ich finde diesen Abschnitt sehr gut. Der Mensch hat mehr Brainpower als Tiere und das ist für mich gleichbedeutend mit "In der Lage sein, Gefühle intensiver zu empfinden", weil er einfach darüber NACHDENKEN kann., sprich, er kann seine Gefühle intensivieren, in dem er Erinnerungen abruft etc.. Der Mensch ist VIEEL komplexer, als ein Tier, welche fast schon teilweise an organische "Maschinen" erinnern (Insekten). Danach kommen die Primaten etc. Eine Katze soll Gefühle genauso intensiv empfinden, wie ein Mensch? Die Vorstellung finde ich mehr als absurd. Ist das Arroganz? Uhm, ja vllt, aber ich bleibe dabei, denn es ist einfach nur logisch, aufgrund des UberGehirns beim Menschen, dass sie auch potentiell in der Lage sind, Gefühle am Intensivsten zu empfinden.

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6

Dienstag, 24. Januar 2012, 11:49

Ich finde diesen Abschnitt sehr gut. Der Mensch hat mehr Brainpower als Tiere und das ist für mich gleichbedeutend mit "In der Lage sein, Gefühle intensiver zu empfinden", weil er einfach darüber NACHDENKEN kann., sprich, er kann seine Gefühle intensivieren, in dem er Erinnerungen abruft etc.. Der Mensch ist VIEEL komplexer, als ein Tier, welche fast schon teilweise an organische "Maschinen" erinnern (Insekten). Danach kommen die Primaten etc. Eine Katze soll Gefühle genauso intensiv empfinden, wie ein Mensch? Die Vorstellung finde ich mehr als absurd. Ist das Arroganz? Uhm, ja vllt, aber ich bleibe dabei, denn es ist einfach nur logisch, aufgrund des UberGehirns beim Menschen, dass sie auch potentiell in der Lage sind, Gefühle am Intensivsten zu empfinden.
Ich verstehe nicht woher du die Gewissheit nimmst.
Mehr Gehirnleistung hin oder her. Die Gehirne sind auf andere Sachen ausgelegt.
Und man muss kein Überbrain haben um Gefühle zu empfinden.

Jegliches Gefühl fühlt sich immer noch so an wie die Jahre zu vor.
Es gibt keinerlei Veränderung, höchstens wobei ich etwas empfinde und das ich nun die Gefühle besser "steuern" kann.

Gefühle sind, für mich zumindest, keine reine chemische Reaktion. Aber das driftet wohl zu sehr in eine Glaubensfrage ab.

7

Dienstag, 24. Januar 2012, 14:58

Doch, jer mehr Gehirn man hat, desto mehr ist man in der Lage Gefühle zu verstehen und sie auch dementsprechend nachzuempfinden. Dass manche Menschen ein Überbrain haben und trotzdem eiskalt wirken können, ist eine andere Sache, aber die "Emotionale Intelligenz" ist sehr wohl "gehirnabhängig".

Ansonsten habe ich kein Plan, was du mir sagen willst. Gefühle sind chemische Reaktionen im Gehirn. Punkt.

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8

Dienstag, 24. Januar 2012, 15:04

Doch, jer mehr Gehirn man hat, desto mehr ist man in der Lage Gefühle zu verstehen und sie auch dementsprechend nachzuempfinden. Dass manche Menschen ein Überbrain haben und trotzdem eiskalt wirken können, ist eine andere Sache, aber die "Emotionale Intelligenz" ist sehr wohl "gehirnabhängig".

Höre ehrlich gesagt zum ersten Mal davon, hast du irgendwelche Quellen?
Ich mein, wenn Tiere sogar Lügen können, warum dann nicht auch empfinden?
Ansonsten habe ich kein Plan, was du mir sagen willst. Gefühle sind chemische Reaktionen im Gehirn. Punkt.
Körperlich gesehen ja, ich persönlich beziehe noch sowas wie eine Seele mit ein.
Aber das wäre wie gesagt eine Glaubensfrage und würde nur in eine Sackgasse bei der Diskussion führen, deswegen bin ich da nicht näher drauf eingegangen.

9

Dienstag, 24. Januar 2012, 15:11

Zitat

Höre ehrlich gesagt zum ersten Mal davon, hast du irgendwelche Quellen
Emotionale Intelligenz (Wikipedia)

Zitat


Ich mein, wenn Tiere sogar Lügen können, warum dann nicht auch empfinden?
Ähm ..1. Tiere können nicht lügen, wie denn auch? 2. Niemand behauptet, sie können keine Gefühle empfinden, nur der Grad der Intensität ist beim Menschen am Höchsten.

~Leon~

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10

Dienstag, 24. Januar 2012, 15:20

Ähm ..1. Tiere können nicht lügen, wie denn auch?
Kapuzineräffchen
Niemand behauptet, sie können keine Gefühle empfinden, nur der Grad der Intensität ist beim Menschen am Höchsten.
Wie willst du den Grad der Intensität ausmachen?
Emotionale Intelligenz (Wikipedia)
Jetzt verstehe ich was du meintest, habe die ganze Zeit an die Emotionen und die Fähigkeit diese zu besitzen bzw. zu empfinden und ihre Intensität gedacht xD

11

Dienstag, 24. Januar 2012, 15:32

Das ist nicht gelogen, sondern eben das, was es steht: Getäuscht. Tiere haben keine Sprache, nur Sprachsysteme und diese sind absolut und nicht abritär wie beim Menschen, Tiere könnten niemals in ihren Sprachsystem "Lügen", höchstens drohen etc..

Zitat

Wie willst du den Grad der Intensität ausmachen?
Am Verhalten z.B. Menschen verhalten sich unterschiedlich in unterschiedlichen Gefühlssituationen - manche können sogar so weit gehen, dass sie Suizid begehen, wenn sie einen liebenden Menschen verloren haben. Manche Menschen können so intensiv Hass und Rachegefühle empfinden, dass es ein Leben lang bleibt. Tiere könnten sowas und alles gar nicht reflektieren, sie handeln nach Instinkt und Affekt und nach "Angelerntem" (bzw. Kontidioniertem).

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12

Dienstag, 24. Januar 2012, 15:43

Das ist nicht gelogen, sondern eben das, was es steht: Getäuscht. Tiere haben keine Sprache, nur Sprachsysteme und diese sind absolut und nicht abritär wie beim Menschen, Tiere könnten niemals in ihren Sprachsystem "Lügen", höchstens drohen etc..
Äpfel und Birnen.
Am Verhalten z.B. Menschen verhalten sich unterschiedlich in unterschiedlichen Gefühlssituationen - manche können sogar so weit gehen, dass sie Suizid begehen, wenn sie einen liebenden Menschen verloren haben. Manche Menschen können so intensiv Hass und Rachegefühle empfinden, dass es ein Leben lang bleibt. Tiere könnten sowas und alles gar nicht reflektieren, sie handeln nach Instinkt und Affekt und nach "Angelerntem" (bzw. Kontidioniertem)
Diese Verhaltensweisen konnte man auch bei Tieren ausmachen.
Wobei z.B. statt einem Suizid, Depressionen zum Vorschein kamen.

13

Dienstag, 24. Januar 2012, 15:48

Zitat

Diese Verhaltensweisen konnte man auch bei Tieren ausmachen.

Wobei z.B. statt einem Suizid, Depressionen zum Vorschein kamen.
Und die nächsthöhere Stufe von Depression ist? Suizid? Welche Tiere können Depressionen haben? Die dem Menschen am nächsten stehen (Ne depressive Mücke??) und diese haben auch höhere Gefühlsintensität, als die, die dem Menschen ferner stehen. Insofern ist die Intensität beim Menschen am Größten.

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Dienstag, 24. Januar 2012, 15:51

Ich frage mich gerade, ob es in dem Thread nur darum geht, ob ein Tier genauso intensiv leiden kann wie ein Mensch oder ob es überhaupt leiden kann?

15

Dienstag, 24. Januar 2012, 15:54

Für mich der Post der Ausgangspunkt.
Zitat Leon
Zitat Razgriz
Ich
glaube jetzt auch nicht, dass die Katze am Boden zerstört ist.
Jedenfalls nicht so sehr, wie es ein Mensch könnte. Sie kommt drüber
hinweg.
Falsch. Bei Tieren funktioniert Trauer genauso, wie bei Menschen bzw. ist die Intensität gleich.
Das sie drüber hinweg komm ist klar

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