Die Vernunft, stellvertretend für den Verstand, kann niemals allein Motiv eines Willensaktes sein und dementsprechend auch nie den Affekt bekämpfen! Diese Annahme begründet sich in der Tatsache, dass sämtliche Gegenstände des Verstandes einen propositionalen Gehalt besitzen und somit entweder wahr oder falsch sind! Gefühlsregungen hingegen besitzen genau diesen Gehalt nicht, was de facto bedeutet das der Verstand keinen Einfluss auf sie hat. Erst ein gewisser Grad an Intentionalität bindet den Verstand an unsere Emotionen - verlieben wir uns beispielsweise, so fungiert unser Verstand als Vermittler, der uns helfen soll gewisse Optionen abzuwägen. Der Verstand unternimmt also sogenannte "Zweck-Mittel-Überlegungen", während der entscheidene Input immer duch unsere Affekte ausgelöst wird - daraus ergibt sich der Schluss, dass der Verstand immer ein Sklave unserer Gefühle ist!
Freuds Instanzenmodell würde sich mit deiner Ansicht decken. Dein Über-Ich als anerzogene Instanz, die nach gesellschaftlichen Vernunftsregeln handelt, würde sagen, heirate aus Liebe. Liebe ist gesellschaftlich hoch geschätzt, erst recht in einer Ehe. Aus Geld zu heiraten gilt jedoch als unmoralisch und dein Über-Ich würde dir lebenslange Gewissensbisse bereiten, da es dir anders anerzogen wurde.
Das ES verlangt nicht nur nach den Grundbedürfnissen (Essen, Schlafen, Geschlechtsverkehr), sondern nach allen hedonistischen Gefühlen und Befriedigungen. Materielle Befriedigung ist durchaus dem ES zuzuordnen. Also würde das ES eher nach Geld trachten, da es die Liebe als einen viel komplizierteren Sachverhalt nicht erfassen kann. Es erfasst Bedürfnisse nur auf kurzer Sicht, also höchstens "ich will JETZT mit der geliebten Person Zeit verbringen". Ob die Ehe mit dieser Person auf lange Sicht hin sinnvoll ist, das sagt dir dein triebgesteuertes ES gar nicht.
Einziger Streitpunkt ist, dass Freuds Über-Ich kein Synonym für den menschlichen Verstand darstellt. Da geht es nämlich nicht um Vernunfts- oder Moralwerte, sondern individuell und dem IQ angepasst darum, worin man den besten Nutzen für einen selbst sieht. Ob es nun die Liebe des Lebens oder Reichtum ist - das kann jeder für sich selbst beantworten.

Manchmal merkt man aber auch leider, dass der Autor nicht fähig ist, seine Gedanken klar zu formulieren, was in viel unnötigem Begleittext oder dem Auslassen wichtiger Punkte endet. Man sollte beim Schreiben immer an den Leser denken und sich auch überlegen, wer das Publikum ist.
). Glaube auch nicht, dass welche sich extra komplizierter ausdrücken, als nötig und außerdem kann man sich auch nicht auf die Dauer verstellen, ab 100 Beiträgen sollte man den kennen, sage ich mal. Geht mir genauso.Ich bevorzuge eher das einfache Schriftbild, wobei einfach auch wieder subjektiv ist, einige wörter die ich benutze empfinden viele als Fachbegriff, ich empfinde se als normal, hängt einfach vom Bildungsstand und Umfeld ab.
) in Frage stellt.
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. Jetzt habe ich aber wieder eine KreaTief-Phase xDAda macht immer so spannende Off-Topic Threads.
Bester Satz zu diesem ThemaIch praktiziere stets den für den Plebs designierten Usus, meine verbalen sowie nonverbalen Interaktionen bezüglich des Parteiverkehrs auf fassbare Ebene zu gestalten.
